Videospiel-Nachahmer wüten über Landeplatz

Auf dem Gelände des Flugvereins zerstörten die Hobby-Rennfahrer den Platz.
Auf dem Gelände des Flugvereins zerstörten die Hobby-Rennfahrer den Platz.

Von Bernd Rippert

Oberschöna - Wildgewordene Hobby-Rennfahrer hatten offenbar zu viele Autorennspiele am Computer gespielt: Die Rowdys zerstörten mit drei Drift-Rennen den Landeplatz Langhennersdorf.

Die Täter pflügten mit ihren Reifen tiefe Furchen in das Gras, richteten mehrere tausend Euro Schaden an.

Derzeit liegt der Sonderlandeplatz noch im Winterschlaf. Doch bei einem Kontrollbesuch bekamen Mitglieder des örtlichen Fliegerclubs einen Schrecken: Offenbar bei drei Rennen haben Autofahrer die Start- und Landepiste zerstört.

Vereinsvorsitzender Falk Rowinski (54): „Wenn ein Flieger unseren Landeplatz wählte, würde er sich beim Aufsetzen den Hals brechen.“

So sehen die großen Vorbilder im Videospiel aus.
So sehen die großen Vorbilder im Videospiel aus.

„Es wird noch weitere Arbeitseinsätze kosten, um alles wieder in Ordnung zu bringen“, sagt Rowinski.

Auch sein Vize Roland Schmidt (60) ist empört: „Ein fremdes Grundstück so zu verwüsten ist kriminell!“

Der Vorsitzende vermutet hinter den Rowdys „Driftfans, die mit ihren Autos im Kreis schleuderten“ - wie beim jüngst verfilmten PC-Rennspiel „Need for speed“.

Die Polizei sucht Zeugen zu der Sachbeschädigung. Sprecherin Heidi Hennig (59): „Wir ermitteln wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.“

Beim "Driften": Hier zogen die Eindringlinge ihre Kreise.
Beim "Driften": Hier zogen die Eindringlinge ihre Kreise.

Fotos: EA SPORTS PR, Verein, Peter Zschage


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