Gebäude ein Denkmal? Streit um Neonazi-Gaststätte geht weiter

Meiningen/Kloster Veßra - Der Streit um einen rechtsextremen Szenetreff in Kloster Veßra im Kreis Hildburghausen geht in die nächste Runde.

Um diese Gaststätte dreht sich die Gerichtsverhandlung.
Um diese Gaststätte dreht sich die Gerichtsverhandlung.

Ein Sachverständiger soll dabei helfen zu klären, ob das Haus, in dem regelmäßig Neonazi-Konzerte stattfinden, und eine dazugehörige Mauer ein Denkmal und darüber hinaus erhaltenswürdig sind. Das kündigten die zuständigen Richter bei einer Verhandlung im Verwaltungsgericht in Meiningen an.

Kläger ist der Betreiber einer Gaststätte, die in der Szene unter anderem für rechtsextreme Liederabende und Konzerte bekannt ist. Die Gaststätte wird auch im Thüringer Verfassungsschutzbericht erwähnt.

Der Kläger hatte Ende 2014 mit dem früheren Eigentümer einen Kaufvertrag über die Immobilie abgeschlossen. Weil aber die Gemeinde ihr Vorkaufsrecht ausüben will, ist der Kaufvertrag noch nicht rechtskräftig. Dagegen wehrt sich der Kläger.

Ein Mitarbeiter des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege hält es für möglich, dass die Mauer auf dem Grundstück möglicherweise aus dem Hochmittelalter stammt.

Nach dem Willen der Richter soll dazu nun ein Sachverständiger für Klarheit sorgen. Außerdem sollen Akten aus einem Archiv in Gotha gesichtet werden.

Mehr zum Thema Thüringen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0