Von Kritikern zerrissen: "Murder Mystery" bricht Zuschauerrekord auf Netflix

Los Gatos (Kalifornien) - Er ist für seine lauwarmen Komödien und schlechten Witze bekannt, doch sein neuester Film startet derzeit bei Netflix krass durch. "Murder Mystery" mit Adam Sandler wurde an den ersten drei Tagen in 30,9 Millionen Haushalten weltweit gesehen.

Ob Adam Sandler und Jennifer Aniston den Mörder zu fassen kriegen?
Ob Adam Sandler und Jennifer Aniston den Mörder zu fassen kriegen?  © PR / Netflix

Der erfolgreichste Film auf Netflix? Nur wenige Tage nach ihrem Start am 14. Juni konnte die Krimikomödie "Murder Mystery" mit Adam Sandler und Jennifer Aniston tatsächlich den Zuschauerrekord brechen.

In den ersten drei Tagen wurde "Murder Mystery" weltweit fast 31 Millionen Mal gestreamt. Über 13 Millionen Mal allein in den USA, fast 18 Millionen Mal im Rest der Welt. Das bestätigte der Streaming-Dienst auf Twitter.

Ein Sprecher von Netflix erklärte gegenüber Variety, dass das Unternehmen nur Aufrufe zähle, wenn mindestens 70 Prozent des Films gesehen wurden. Die Zahlen beinhalten also nachweislich keine Zuschauer, die den Film schon nach 10 Minuten entnervt abgebrochen haben.

2015 und 2017 hatte Netflix Verträge über jeweils vier Filme mit Adam Sandler abgeschlossen - zu einer Zeit also, als Komödien mit dem US-Schauspieler nicht mehr so viele Zuschauer in die Kinos zogen.

Dass das Hollywood-Duo Sandler und Aniston auf den heimischen Bildschirmen allerdings doch ziemlich gefragt ist, beweist "Murder Mystery" nun ohne Zweifel.

Das offizielle Filmplakat lässt erahnen, dass sich "Murder Mystery" selbst nicht ganz ernst nimmt.
Das offizielle Filmplakat lässt erahnen, dass sich "Murder Mystery" selbst nicht ganz ernst nimmt.  © PR / Netflix

In der Krimi-Trash-Komödie spielt Sandler den Polizisten Nick Spitz aus New York, der seiner Frau Audrey (Aniston) zum Hochzeitstag eine Reise nach Europa schenkt. Auf dem Flug lernen sie einen charmanten, aber mysteriösen Herrn (Luke Evans) kennen, der das Ehepaar aus nicht nachvollziehbaren Gründen auf seine Yacht vor Malaga einlädt.

Als sie mit seinen anderen illustren Gästen und Freunden im Anwesen seines Onkels landen, wird eben dieser erstochen, während in offensichtlicher "Cluedo"-Manier für ein paar Sekunden das Licht ausfällt. Die Spitzes wollen nun herausfinden, wer der Mörder ist - und geraten natürlich selbst unter Verdacht.

Während die Anlehnung an die Romanverfilmungen von Agatha Christie bei professionellen Kritikern weniger gut ankommt, fallen die Reaktionen auf YouTube erstaunlich positiv aus. So schreibt ein User: "Der Film war verdammt gut", ein anderer meint: "Das war echt lustig. Ich hätte nicht erwartet, dass ich so viel lache. Sandlers trockener Humor ist großartig. Die Chemie zwischen Sandler und Aniston war einer der Höhepunkte. Sie wirkten tatsächlich wie ein Paar, das seit 15 Jahren verheiratet ist."

Erst vor wenigen Wochen lobte Netflix andere erfolgreiche Eigenproduktionen: Ben Afflecks "Triple Frontier" erreichte in den ersten vier Wochen über 52 Millionen Haushalte, während die Fantasyserie "The Umbrella Academy" in den ersten vier Wochen von 45 Millionen Haushalten gesehen wurde.

Titelfoto: PR / Netflix

Mehr zum Thema Kino & Film News:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0