Netz empört sich über rassistische Google-Maps-Karte!

Screenshot von der Google-Maps-Karte.
Screenshot von der Google-Maps-Karte.

Von Daniel Beise

Hamburg - Seit Dienstagmittag kursiert eine Google-Maps-Karte durch die sozialen Medien, die eine Menge Empörung hervorruft - die Netzgemeinde ruft dazu auf, die Karte bei Google zu melden und sie löschen zu lassen. Der Vorwurf: Sie sei nichts anderes als rassistisch.

So kann jeder User unter dem Slogan "Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft" Standorte von Asylheimen eintragen - und dies in ganz Deutschland und mit willkürlichen und vielleicht sogar nicht mal geprüften Informationen.

Die Kampagne scheint zu fruchten. Die gesamte Karte ist mit den roten Pins übersäht und jeder dieser Punkte steht für ein Asylbewerberheim.

Vor dem Hintergrund vermehrter rechtsgerichteter Gewalttaten gegen Flüchtlinge erscheint die Veröffentlichung der genauen Standorte jedes einzelnen Asylheims mehr als fraglich.

"Wir bejahen den grundsätzlichen Anspruch auf Asyl, lehnen aber Asylmissbrauch kategorisch ab", heißt es hier in der Google-Karte.

Und in netter Verpackung heißt es zudem: "Nur mit Ihrer Hilfe kann es gelingen, flächendeckend möglichst viele Asylantenheime zu erfassen."

Nun hat auch Google Deutschland auf die Empörung der Netzgemeinde reagiert. Sprecherin Lena Heuermann:

"MyMaps ist eine neutrale Plattform, die man zum Veröffentlichen von geografischen Information nutzen kann. Wir werden selbstverständlich jede Karte entfernen, die gegen unsere Richtlinien verstößt und überprüfen derzeit, ob das hier der Fall ist."

Hier könnt Ihr die Karte melden. Dazu müsst Ihr zuerst oben rechts auf den Zahnradbutton klicken; dann auf "Unangemessene Inhalte melden" und schließlich auf "Diese Karte enthält Inhalte, die zu Hass aufrufen oder gewalttätig sind" und OK. (Update, 17. Juli: Google hat die Karte mittlerweile entfernt).

Der Initiator der Kampagne "Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft" und damit auch der überaus kontroversen Karte ist die rechtsextreme Kleinstpartei aus dem Neonazi-Spektrum "Der III. Weg".

Foto: Screenshot von Google Maps

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