1000 Euro Strafe wegen Shitstorm gegen Hessenpark

Im Hessenpark in Neu-Anspach kann man klassische Fachwerkhäuser sehen.
Im Hessenpark in Neu-Anspach kann man klassische Fachwerkhäuser sehen.  © DPA/Christoph Schmidt

Bad Homburg/Neu-Anspach - Mehr als eineinhalb Jahre nach einem Shitstorm gegen den Hessenpark in Neu-Anspach ist ein Rentner zu einer Geldstrafe von 1000 Euro (40 Tagessätze) verurteilt worden.

"Er hat den Geschäftsführer mit Worten wie 'Trottel' und 'Volksverräter' beleidigt", sagte der Richter im Bad Homburger Amtsgericht am Dienstag. Der 70 Jahre alte Angeklagte hatte die Verunglimpfungen im Februar 2016 per Mail an den Geschäftsführer des Freilichtmuseums geschrieben.

Diese Mail gehörte nach Auskunft des Geschäftsführers seinerzeit noch zu den harmloseren Schreiben. In anderen sei zum Beispiel gedroht worden, Hessenpark-Mitarbeitern etwas anzutun.

Im Internet war unter anderem auch mit dem Kommentar "Diskriminierung gegen uns Deutsche" ein Foto der Preisliste des Hessenparks veröffentlicht und zu Kommentaren aufgefordert worden.

Der Mann aus Rostock war bereits im Frühjahr dieses Jahres mit einem Strafbefehl zu einer Summe von 900 Euro (30 Tagessätze) verurteilt worden. Dagegen hatte der nicht vorbestrafte Mann jedoch Einspruch eingelegt.

Titelfoto: DPA/Christoph Schmidt


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