Zack, die Bohne! Dresdens neue, exklusive Kaffeerösterei

Das Team von Kaffanero: Geschäftsführer Jens Kinzer (47, hinten li.), Ines Richter (48) mit den Rösters Ralf Salomo (47, vorne li.) und Steve Richter (28).
Das Team von Kaffanero: Geschäftsführer Jens Kinzer (47, hinten li.), Ines Richter (48) mit den Rösters Ralf Salomo (47, vorne li.) und Steve Richter (28).

Von Juliane Bauermeister

Dresden - Die Dresdner lieben einfach ihr „Schälchen Heeßes“ - und was das angeht, gibt es gute Neuigkeiten!

Ab sofort bereitet eine weitere kleine, aber feine Rösterei in Dresden die Naturbohnen für den exklusiven Kaffee-Genuss auf.

„Kaffanero“ nennt sich die neue Kaffeerösterei auf der Rosenstraße 92, somit haben wir aktuell stolze fünf Kaffeeröstereien in der Stadt.

„Was uns von industriellen Kaffeeröstereien unterscheidet, ist die Dauer des Vorgangs“, so Kaffee-Röster Ralf Salomo (47).

„Durch das schonende und langsame Rösten des Kaffees bilden sich dessen Säuren und Bitterstoffe zurück, wodurch dieser bekömmlicher wird.“

Was für ein Duft! Hier kommen die frisch gerösteten Bohnen aus der Maschine, kritisch beäugt von den Röstmeistern.
Was für ein Duft! Hier kommen die frisch gerösteten Bohnen aus der Maschine, kritisch beäugt von den Röstmeistern.

Das Team besteht aus vier Leuten. Alle haben vorher in der „Dresdner Kaffee und Kakao Rösterei gearbeitet“. Nun stehen sie auf eigenen Beinen.

„Natürlich war der ehemalige Chef erstmal überrascht, wir sind aber im Guten auseinander“, so Kaffanero- Geschäftsführer Jens Kinzer (47).

Auf 365 Quadratmetern wird nicht nur geröstet, ab März soll hier auch ein gemütliches Café entstehen.

„Unsere Bohnen beziehen wir aus zwölf verschiedenen Ländern. Unter anderem Mexiko, Guatemala, Tansania und Äthiopien. In Hamburg kommen die Bohnen ins große Kaffeelager und dann in 60 Kilo-Säcken zu uns.“

Das Herzstück der Kaffee-Macherei aber ist die derzeit größte Rösttrommel Dresdens, Neuwert: 160.000 Euro!

Darin werden die Bohnen langsam auf 180 bis 200 Grad erwärmt. Nach rund 15 Minuten kommen die Bohnen raus, kühlen ab und werden verpackt.

Im Schnitt kostet ein Kilo um die 20 Euro. Die Röstmaschine schafft 90 Kilogramm in der Stunde. Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr.

Auch hier wird exklusiv geröstet

Kaffee liegt im Trend. Neben der neuen Rösterei gibt es bereits vier weitere in der Stadt.

Die Dresdner Kaffee und Kakaorösterei (Meschwitzstraße 5) wurde 2001 gegründet. Heute arbeiten dort 12 Mitarbeiter. Im Jahr werden rund 45 Tonnen Kaffee hergestellt.

Das Phoenix Cofferoasters auf der Bautzner Straße gibt es seit 2006. Mit 3 Mitarbeitern werden rund 4 Tonnen Kaffee im Jahr geröstet.

In allen 23 Dresdner Emil Reimann Filialen wird eigens gerösteter Kaffee ausgeschenkt. Produziert wird auf der Marie-Curie-Straße in Übigau.

Und eine weitere Rösterei ist das Mrs Brown auf der Königsbrücker Straße. Dort gibt es Kaffee, Kakao und Schokolade.

Fotos: Christian Suhrbier, Petra Hornig


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