Landtagswahl in Hessen: Die AfD will "15 Prozent plus X" erreichen

Neu-Isenburg - Begleitet von Protesten hat die hessische AfD ihr Spitzenpersonal für den Landtagswahlkampf im Herbst gekürt.

Rainer Rahn wurde zum AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Hessen gewählt.
Rainer Rahn wurde zum AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Hessen gewählt.  © dpa/Fabian Sommer

Auf dem Landesparteitag in Neu-Isenburg wurde am Samstag der 66 Jahre alte Rainer Rahn zum Spitzenkandidat gewählt. Der stellvertretende Landessprecher setzte sich in einer Stichwahl durch. Vier Kandidaten hatten sich insgesamt für Listenplatz eins zur Abstimmung gestellt.

30 Plätze soll die Landesliste nach dem Beschluss des Parteitags umfassen. Die AfD will erstmals in den Hessischen Landtag in Wiesbaden einziehen und erwartet ein Ergebnis von "15 Prozent plus X" der Wählerstimmen. Die Partei zählt derzeit 2627 Mitglieder. Das sei ein Zuwachs von rund zwölf Prozent seit Jahresbeginn, sagte Co-Landessprecher Robert Lambrou. In Hessen wird am 28. Oktober gewählt.

Rund 40 Demonstranten hatten zum Start des AfD-Parteitages mit Plakaten und Flugblättern gegen die Alternative für Deutschland protestiert. "Gegen Rassismus und Diskriminierung" und "Stoppt die AfD" stand auf den Transparenten. Zwischenfälle gab es vor dem Tagungsort am Samstag nicht.

Ihr Programm für die Landtagswahl will die AfD Anfang Mai auf einem weiteren Landesparteitag beschließen. Die Preise für die Verpflegung wurden auf dem Parteitag teils in D-Mark ausgewiesen. Das habe der Veranstalter so gewünscht, sagte ein Caterer zur Begründung.

Die AfD war bei der Bundestagswahl im September 2017 in Hessen mit 11,9 Prozent an dritter Stelle der Parteien im Land gelandet. Nach der jüngsten repräsentativen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen kam die Partei auf zehn Prozent Zustimmung im Land.

Rund 40 Personen hatten vor dem Veranstaltungsgebäude gegen die AfD demonstriert.
Rund 40 Personen hatten vor dem Veranstaltungsgebäude gegen die AfD demonstriert.  © dpa/Fabian Sommer
Skurriles Detail: Die Preise für die Verpflegung wurden auf dem Parteitag teils in D-Mark ausgewiesen.
Skurriles Detail: Die Preise für die Verpflegung wurden auf dem Parteitag teils in D-Mark ausgewiesen.  © dpa/Fabian Sommer

Titelfoto: dpa/Fabian Sommer


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