Nach grausamen Tierversuchen: Todeslabor gibt Dutzende Affen zurück!

Neu Wulmstorf – Nach Vorwürfen der Misshandlung von Tieren hat das umstrittene Versuchslabor südlich von Hamburg einige Affen wegbringen lassen.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht wird ein Affe für einen Versuch fixiert.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht wird ein Affe für einen Versuch fixiert.

"Die Tiere wurden zurück an den Lieferanten gegeben", sagte ein Sprecher des Landkreises Harburg.

Am vergangenen Donnerstag seien insgesamt 76 Affen aus dem Labor abtransportiert worden, bestätigte er am Montag.

Nach Informationen von Tierschützern wurden die Affen in die Niederlande gebracht. Die Firma LPT in Hamburg reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

Tierschützer hatten angeprangert, dass in dem Labor in Mienenbüttel Hunde und Affen bei Versuchen misshandelt würden. Ein Aktivist hatte sich als Mitarbeiter eingeschlichen und Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierte Hunden gemacht (TAG24 berichtete).

Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt. "Bei der aktuellen Untersuchung kooperieren wir vollumfänglich mit den Behörden", hatte die Firma mitgeteilt. Man führe Auftragsstudien bei der Arzneimittelzulassung durch, hieß es zu den Versuchen.

Der Landkreis Harburg kündigte Ende Oktober engmaschigere Kontrollen an. Auch ein Betriebsverbot werde geprüft.

Blick auf das Gelände des LPT-Labors in Mienenbüttel.
Blick auf das Gelände des LPT-Labors in Mienenbüttel.

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