Hamburger Todeslabor wehrt sich: Klage gegen Landkreis eingereicht

Neu Wulmstorf - Das wegen massiver Tierschutzverstöße in die Kritik geratene Labor LPT in Mienenbüttel wehrt sich mit rechtlichen Mitteln gegen ein erlassenes Tierhaltungsverbot.

Blick auf das Gelände des LPT-Labors in Mienenbüttel.
Blick auf das Gelände des LPT-Labors in Mienenbüttel.

Eine entsprechende Klage vom 13. Februar richte sich gegen den Landkreis Harburg, teilte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichtes Lüneburg am Mittwoch mit.

Durch die Klage bekommt der Betreiber des Labors Akteneinsicht. Der NDR berichtete zuerst über die Klage.

Der Landkreis Harburg hatte Mitte Januar gemäß Paragraph 11 des Tierschutzgesetzes "mit sofortiger Wirkung die Erlaubnis der LPT am Standort in Mienenbüttel widerrufen".

In dem Labor hatten zu dem Zeitpunkt bereits keine Tierversuche mehr stattgefunden.

Der Kreis Harburg kam aber zur Überzeugung, "dass die Zuverlässigkeit des Betreibers nicht mehr gegeben ist".

Tierschützer hatten im Oktober aufgedeckt, dass in dem Labor im Neu Wulmstorfer Ortsteil Mienenbüttel Hunde und Affen bei Versuchen misshandelt wurden. Ein Aktivist hatte sich als Mitarbeiter eingeschlichen und Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierten Hunden gemacht.

Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt wegen Verstößen gegen den Tierschutz und ließ das Labor Ende November durchsuchen (TAG24 berichtete).

Teilnehmer demonstrieren in Hamburg-Neugraben gegen Tierversuche.
Teilnehmer demonstrieren in Hamburg-Neugraben gegen Tierversuche.  © Bodo Marks/dpa

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