Bei Rechtsextremen beliebte Modemarke: Thor-Steinar-Laden entfacht Debatte unter Nachbarn

Neubrandenburg - Die Neueröffnung eines Geschäfts der umstrittenen und bei Neonazis beliebten Modemarke Thor Steinar sorgte im Netz für Aufruhr (TAG24 berichtete). Nun formiert sich unter Anwohnern Protest.

Mit Kleidung der Modemarke Thor Steinar ist ein Mann während einer Kundgebung bekleidet. (Archivbild)
Mit Kleidung der Modemarke Thor Steinar ist ein Mann während einer Kundgebung bekleidet. (Archivbild)

Wie der Nordkurier am Samstag berichtet, soll der Einzug des Ladens bei zahlreichen Mietern im Alten Hotel nicht auf Gegenliebe gestoßen sein.

"Unsere Begeisterung hält sich sehr in Grenzen, um es mal freundlich auszudrücken“, erklärte der Neubrandenburger CDU-Chef Frank Benischke gegenüber der Zeitung.

Stein des Anstoßes: Gleich nebenan sitzt die Neubrandenburger CDU und der Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte. Zwei weitere CDU-Politiker haben dort zudem ihre örtlichen Büros.

Nachdem Benischke bereits Einsicht in den Mietvertrag des Geschäfts hatte, will er nun einen Vorschlag unterbreiten. Mit seinem Missmut ist der Politiker nicht allein.

Auch andere Mieter können den Einzug des Ladens nicht fassen und zeigen sich durch und durch bestürzt: "Das ging ganz schnell, wir haben vom Einzug nichts mitbekommen", zitiert die Zeitung einen Gewerbetreibenden.

Es war Oberbürgermeister Silvio Witt, der direkt nach der Ladeneröffnungen seinen Willen bekundete, in Kontakt mit dem Vermieter zu treten.

Ein Polizist steht am 25.09.2008 in Hamburg vor einem Geschäft, in dem Kleidung der umstrittenen Marke "Thor Steinar" verkauft wird.
Ein Polizist steht am 25.09.2008 in Hamburg vor einem Geschäft, in dem Kleidung der umstrittenen Marke "Thor Steinar" verkauft wird.  © Marcus Brandt dpa/lno

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