Mord-Prozess um getötete Leonie (†6) aus Torgelow geht weiter

Neubrandenburg - Mit der Anhörung von Bekannten der Familie, Ermittlern und einem Gutachter wird am Donnerstag um 9 Uhr der Mordprozess um die sechsjährige Leonie aus Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) fortgesetzt.

Der Angeklagte wird in den Gerichtssaal geführt.
Der Angeklagte wird in den Gerichtssaal geführt.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Das Landgericht Neubrandenburg erhofft sich weitere Angaben über die Situation in der Familie.

Der angeklagte Stiefvater schweigt vor Gericht bisher. Der Gutachter soll einschätzen, ob die Beschädigung an einem Puppenwagen wirklich von einem Treppensturz Leonies stammen kann, den der Angeklagte erwähnt hatte.

Das Mädchen war am 12. Januar tot in der Wohnung der Familie gefunden worden. Rechtsmediziner fanden bei ihr Verletzungen, die von schweren Misshandlungen herrühren sollen.

Dem 28 Jahre alten Stiefvater wird Mord durch Unterlassen und Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft hat er das Mädchen mehrfach so misshandelt, dass es infolge der Verletzungen starb. Auch den zweijährigen Bruder soll er misshandelt haben.

Der Mann hatte das bei der Polizei bestritten und von einem Treppensturz gesprochen. Ein Urteil wird erst 2020 erwartet.

Eine Gedenkstätte wurde vor dem Eingang des Hauses eingerichtet.
Eine Gedenkstätte wurde vor dem Eingang des Hauses eingerichtet.  © Stefan Sauer/dpa

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