Plötzlich hat Chemnitz wieder eine Baselitz-Schau

Die Restauratorin Anja Leistner (34, li.) überprüft mit einem Luxmeter die passende Ausleuchtung. Generaldirektorin Ingrid Mössinger (re.) begutachtet die neuen Werke.
Die Restauratorin Anja Leistner (34, li.) überprüft mit einem Luxmeter die passende Ausleuchtung. Generaldirektorin Ingrid Mössinger (re.) begutachtet die neuen Werke.

Von Daniela Möckel

Chemnitz - Erst am Montag wurden die von Künstler Georg Baselitz (77) zurückgeforderten Bilder in den Chemnitzer Kunstsammlungen am Theaterplatz abgenommen.

Nun die Überraschung: Die entstandenen Lücken wurden durch andere Werke des Malers gefüllt.

„Ich habe in erste Linie an die Besucher gedacht.“ sagt Generaldirektorin Ingrid Mössinger. Die Kunstsammlungen besitzen 44 weitere Werke, die aus Schenkungen und Ankäufen stammen.

Von diesen wurden nur 13 aufgehängt. Mössinger weiter: „Die Forderungen waren für uns natürlich ein Schock. Wir wussten zunächst nicht, wie wir die Lücken füllen sollen.“

Bei den Kunstsammlungen Chemnitz ist man froh, die durch die Rückforderung entstandene Lücke schnell geschlossen zu haben.
Bei den Kunstsammlungen Chemnitz ist man froh, die durch die Rückforderung entstandene Lücke schnell geschlossen zu haben.

Das ist nun aber gelungen. Zu den Neuerungen gehören auch vier Aquarelle, welche Edvard Munch und die Brücke-Künstler Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel zeigen.

„Es ist schwierig, Werke anderer Künstler zusammen mit Georg Baselitz in einem Raum zu präsentieren. Georg Baselitz hat einen besonderen, eigenen Stil.“ erklärt Ingrid Mössinger.

Zu sehen sind auch sechs Skizzen aus dem Bühnenbild, das Baselitz zur legendären Oper „Le Grand Macabre“ von György Ligeti gefertigt hat.

Der zudem mit neuer Lichttechnik gestaltete Raum kann ab sofort besucht werden. Geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr.

Fotos: Kristin Schmidt


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