Nach Rodungsstopp: Aktivisten bauen neue Baumhäuser im Hambacher Forst

Kerpen – Klimaaktivisten haben am Sonntag im Hambacher Forst mit dem Bau neuer Baumhäuser begonnen. Gut 100 Braunkohle-Gegner hätten dort in Zelten übernachtet und seien jetzt mit Bauen und Sägen beschäftigt, berichtete eine dpa-Reporterin.

Die Polizei hatte bis zum 2. Oktober alle Baumhäuser im Hambacher Forst abgebaut. Nach dem Rodungsstopp entstehen seit Sonntag (7. Oktober) neue Häuser.
Die Polizei hatte bis zum 2. Oktober alle Baumhäuser im Hambacher Forst abgebaut. Nach dem Rodungsstopp entstehen seit Sonntag (7. Oktober) neue Häuser.  © DPA

Auch schleppten sie Baumstämme. Auf einem Transparent stand: "Climate Justice Now! #Hambibleibt".

Die Aktivistengruppe "Ende Gelände" hatte am Samstag zum Bau neuer Baumhäuser aufgerufen.

Bis Dienstag (2. Oktober) hatte die Polizei mit Millionenaufwand 86 Baumhäuser abgebaut. Neue Barrikaden aus Ästen wurden schon am Samstag wieder errichtet, an Bäumen hingen Seile und Hängematten.

Viele Tausend Braunkohle-Gegner hatten am Samstag den Rodungsstopp für den Hambacher Forst gefeiert und gleichzeitig für den Kohleausstieg demonstriert. Die Veranstalter sprachen von 50.000 Teilnehmern, die Polizei von 25.000 bis 30.000 (TAG24 berichtete).

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte am Freitag einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Forst verfügt. RWE wollte dort in den kommenden Monaten mehr als die Hälfte des verbliebenen Waldes fällen, um Braunkohle abzubauen.

Titelfoto: DPA


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