4000 neue Flüchtlinge! THW in Sorge um Mitarbeiter

Einsatzkräfte des THW helfen überall in Sachsen bei der Errichtung von Asyl-Unterkünften. Dafür werden sie bedroht und sogar angegriffen.
Einsatzkräfte des THW helfen überall in Sachsen bei der Errichtung von Asyl-Unterkünften. Dafür werden sie bedroht und sogar angegriffen.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Mittlerweile 15.388 Erstaufnahme-Betten gibt es für Asylsuchende in Sachsen. Doch das reicht nicht: Diese Woche erwartet der Freistaat mindestens 4000 neue Flüchtlinge.

Allein von Freitag bis Sonntag kamen mehr als 2000 Flüchtlinge nach Sachsen, die meisten von ihnen aus Bayern, so Dirk Diedrichs (52), Leiter der Stabsstelle Asyl im Innenministerium. Über die gesamte vergangene Woche waren es etwa 4000. Derweil bereitet der Freistaat weitere Unterkünfte vor, etwa in Zelten in Leipzig. Auch mit Chemnitz-Einsiedel wird weiter geplant. „Bei den Betten gibt es keine neue Zielzahl, wir fahren auf Sicht“, erklärte Diedrichs.

Derzeit sind in der Erstaufnahme 13.802 Betten in 40 Einrichtungen belegt. Zur Entlastung wurden vergangene Woche 1200 Asylsuchende auf die Kommunen verteilt. Diese Zahl soll noch angehoben werden, so Diedrichs. Ziel sind 5000 Flüchtlinge pro Woche.

Dirk Diedrichs (52) vom Innenministerium rechnet auch diese Woche wieder mit 4000 neuen Flüchtlingen in Sachsen.
Dirk Diedrichs (52) vom Innenministerium rechnet auch diese Woche wieder mit 4000 neuen Flüchtlingen in Sachsen.

Während es täglich neue Angriffe und rassistische Ausschreitungen in Sachsen gibt, ist auch das Technische Hilfswerk (THW) um die Sicherheit seiner Mitarbeiter besorgt.

Das THW hilft vor allem beim Aufbau von Unterkünften. Seit dem Übergriff in Niederau sei der Sicherheitsaspekt auch in dieser Hinsicht ein fester Bestandteil der Einsatzplanung, sagte Marcus von Salisch, THW-Referatsleiter Einsatz: „Es ist bemerkenswert, dass die, die Hilfe leisten, Tätlichkeiten ausgesetzt sind.“

Es seien dieselben Einsatzkräfte wie bei der Flut.

Die Grünen fordern gerade für Flüchtlingsunterkünfte in gefährdeten Lagen einen 24-Stunden Objektschutz durch den Polizeivollzugsdienst.

Notunterkunft in einer Turnhalle in Schneeberg: Der Freistaat sucht weiter nach neuen Unterkünften für Asylbewerber.
Notunterkunft in einer Turnhalle in Schneeberg: Der Freistaat sucht weiter nach neuen Unterkünften für Asylbewerber.

Fotos: Ralf Seegers, Roland Halkasch


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