Bergsteiger ganz heiß auf 18 neue Gipfel

Wido Woicik (52) vom SBB bereitet die Installation eines neuen Gipfelbuchs auf dem Kleingießhübler Turm vor.
Wido Woicik (52) vom SBB bereitet die Installation eines neuen Gipfelbuchs auf dem Kleingießhübler Turm vor.

Pirna/dresden - Sachsen ist um 18 neue Klettergipfel reicher. Nun gibt es einen Riesen-Run im Elbsandsteingebirge ...

Der Sächsische Bergsteigerbund (SBB) und der Naturschutz haben die Felsen im linkselbischen Gebiet der Steine und im Erzgebirgsgrenzgebiet einer Art „TÜV“ unterzogen.

Sie diskutierten dabei aus, wo und wie sich Artenschutz und Bergsport künftig arrangieren. Die Prüfungen und Gespräche dauerten Jahre. Im Ergebnis wurden nun 18 neue Gipfel (insgesamt gibt es nun 1124) in einem aktualisierten Kletterführer vorgestellt und zum Besteigen frei gegeben.

Die Gipfel tragen phantasievolle Namen wie Schildkröte, Haselmaus, Enkel oder Toter Zwerg. So manchem Bergsteiger dürfte das bekannt vorkommen.

Praktikant Max Müller und Jürgen Höfer vom SBB bringen auf dem Kleingießhübler Turm ein Gipfelbuch an (li.). Der neue Klettergipfel steht neben dem Kleinen Zschirnstein.
Praktikant Max Müller und Jürgen Höfer vom SBB bringen auf dem Kleingießhübler Turm ein Gipfelbuch an (li.). Der neue Klettergipfel steht neben dem Kleinen Zschirnstein.

"Richtig. Einige der Gipfel wurden bereits in den 1930er-Jahren bestiegen. Sie waren danach aber in Vergessenheit geraten“, erklärt Christian Glaser (66), Leiter der SBB-Arbeitsgruppe „Neue Wege“.

Die sächsische Kletter-Szene hat die Nachricht von den neuen Gipfeln in Aufruhr versetzt. Viele pilgern jetzt zu ihnen, um sich in die jungfräulichen Gipfelbücher einzutragen und neue Wege für den Aufstieg auf den Fels zu etablieren.

Christian Glaser zeigt dafür viel Verständnis und lacht: „Solche Chancen bieten sich schließlich nicht alle Jahre.“

Fotos: Marko Förster


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