Sachsens Polizei bekommt jetzt Kriegshelme

Das Innenministerium bestellte beim Hersteller Armor Source in Ohio/USA 1600 Kriegshelme für seine Polizei.
Das Innenministerium bestellte beim Hersteller Armor Source in Ohio/USA 1600 Kriegshelme für seine Polizei.

Von Bernd Rippert

Dresden – Sachsen bereitet sich offenbar auf heftige Gefechte mit Terroristen oder Amokläufern vor. Das Innenministerium bestellte beim Hersteller Armor Source in Ohio/USA 1600 Kriegshelme für seine Polizei.

Nicht einen Kriegshelm, sondern den besten, den es derzeit auf der Welt gibt. Ein Millionenauftrag.

Die Helme aus den USA heißen AS 600 Rifle Resistant und sind beim Kopfschutz das Maß aller Dinge. Sie bieten Schutz gegen Großkalibergeschosse bis 7,62x51mm. Nicht nur das. Selbst mit 1000 Meter/Sekunde heranfliegende Splitter hält der „ballistische Helm“ locker ab.

Damit übertrifft der AS 600 sogar die neuen Kriegshelme für die US Army und den neuen Kopfschutz für die Anti-Terror-Einheiten der Bundespolizei – BFE+. Karl Frieser (47), deutscher Sprecher für die Herstellerfirma, sagt: „Sachsen ist das erste Bundesland, das Helme dieser Schutzklasse für seine Polizisten bestellt.“

Gedacht seien die 1600 Super-Kriegshelme als Kopfschutz für „Einsatzkräfte in der Erstintervention“.
Gedacht seien die 1600 Super-Kriegshelme als Kopfschutz für „Einsatzkräfte in der Erstintervention“.

Karl Frieser nennt den neuen Spezialhelm für die sächsische Polizei „einen konsequenten Schutz der Beamten“. Aber er räumt ein: „Überraschend kam der Auftrag für uns trotzdem.“ Kein Wunder, bei einem Stückpreis von mehr als 1000 Euro.

Der neue US-Helm besteht aus einer geheimen Materialmischung ohne Stahl und wiegt dank konsequenter Verwendung leichter Materialien nur 1,4 Kilogramm in der Größe M. Er hat Schienenleisten für Kameras oder Nachtsichtgeräte.

Armor Source entwickelte den Kopfschutz „für die asymetrische Kriegsführung, also den Häuserkampf mit vielen möglichen Querschlägern“, erklärt Karl Frieser. „Sachsen kam mit dem Ausrüstungswunsch zu uns. Seit den Anschlägen von Paris weiß das Innenministerium, dass Terroristen auch Gewehre vom Typ AK 47 benutzen.“

Das bestätigte eine Sprecherin des Dresdner Innenministeriums: „Die beschafften Helme sind geeignet, auch gegen Waffen, die beispielsweise bei terroristischen Ereignissen eingesetzt werden, einen entsprechenden Schutz zu bieten.“

Gedacht seien die 1600 Super-Kriegshelme als Kopfschutz für „Einsatzkräfte in der Erstintervention“, bei Terrorakten, Amoklagen oder größeren Schießereien.

Fotos: PR


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