Kein Aprilscherz! Kirche droht noch vor Eröffnung der Einsturz

Wie geht es nun an der Propsteikirche weiter?
Wie geht es nun an der Propsteikirche weiter?

Von Juliane Morgenroth

Leipzig - Ein Aprilscherz? „Nein, es ist leider Ernst“, so Pfarrer Gregor Giele: Zwei Monate vor der Einweihung der neuen Propsteikirche in Leipzig ist klar, dass der Kirchturm den Schwingungen der kleinsten der sechs Glocken nicht standhält.

Im Klartext: Einsturzgefahr! Das ergab ein Schwingungstest, so der Pfarrer. „Das ist ärgerlich, aber keine Katastrophe.“

Nun wird nach einer Lösung für den katholischen Kirchenneubau gesucht.

Die betroffene Glocke sei 1937 gegossen worden, so Giele. Sie schwinge zu schnell für den modernen Kirchturm. Das Problem habe sich erst jetzt bei einem Praxistest gezeigt.

„Natürlich gab es vorher Berechnungen. Aber manchmal stimmen Theorie und Wirklichkeit nicht überein.“

Der Turm könnte nun nachträglich ertüchtigt werden, in die Glocke könnte eine Art Gegengewicht eingebaut werden oder sie könnte aus dem Turm genommen und an einem repräsentativen Platz im Gebäude aufgestellt werden.

Die Kirche soll am 9. Mai geweiht werden. Pfarrer Giele: „Der Termin ist nicht in Gefahr.“ Es darf eben nur keiner läuten...

Propst Gregor Giele
Propst Gregor Giele

Foto: dpa/Hendrik Schmidt, Michael Schöne


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