Wahnvorstellungen und Todesfälle! Polizei warnt vor als Badesalz getarnten Drogen

Worms - Sie sind oft bunt verpackt und als Badesalze, Lufterfrischer oder Kräutermischungen deklariert, doch in Wirklichkeit handelt es sich dabei um gefährliche Drogen.

Die gefährlichen Drogen können zum Teil gravierende Nebenwirkungen haben (Symbolbild).
Die gefährlichen Drogen können zum Teil gravierende Nebenwirkungen haben (Symbolbild).  © Montage: Stefan Sauer/dpa, Boris Roessler/dpa

Die Kriminalpolizei in Worms wandte sich am Freitagmorgen mit einer eindringlichen Warnung an die Öffentlichkeit.

In jüngster Zeit registrieren die Beamten demnach zunehmend Drogendelikte im Zusammenhang mit sogenannten "Neuen psychoaktiven Stoffen" (NPS).

Dabei handelt es sich um auf den ersten Blick unverdächtig aussehen Produkte, die als Badesalz oder Kräutermischung verkauft werden. Diesen sind jedoch synthetische Wirkstoffe beigesetzt, die es ermöglichen, die Substanz als Droge zu verwenden.

"Sie werden geraucht, geschnupft oder geschluckt, um eine Rauschwirkung zu erzielen", sagte ein Sprecher.

Die sogenannten "Neuen psychoaktiven Stoffe" werden auch als "Legal Highs" bezeichnet, da sie mitunter in Online-Shops offen angeboten und verkauft werden.

Warnung der Polizei vor gefährlichen "Neuen psychoaktiven Stoffen"

Auch Todesfälle im Zusammenhang mit "Legal Highs" kamen schon vor (Symbolbild).
Auch Todesfälle im Zusammenhang mit "Legal Highs" kamen schon vor (Symbolbild).  © dpa/Fabian Sommer

"Bunte Verpackungen und kreative Bezeichnungen sollen einen harmlosen Eindruck der NPS vermitteln", sagte der Sprecher weiter.

Auf den Verpackungen werden demnach in der Regel die Inhaltsstoffe nicht oder falsch angegeben.

Laut der Polizei stellt der Konsum dieser Produkte als Droge ein großes, nicht kalkulierbares Risiko dar, denn oft handelt es sich bei den berauschenden Bestandteilen um unerforschte Stoffe, "deren Gesundheitsgefahren, Nebenwirkungen und Abhängigkeitspotenzial nicht bekannt sind".

Der dadurch erzeugte Rausch könne zum Teil gravierende Nebenwirkungen mit sich bringen. Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen und Angstzustände seien dabei noch harmlose Begleiterscheinungen.

"Weitaus schlimmere Folgen die Auftreten können sind Wahnvorstellungen, Lähmungserscheinungen, Kreislaufzusammenbruch, Ausfall vitaler Funktionen wie Atmung und Puls", wurde weiter berichtet.

Im Zusammenhang mit "Neuen psychoaktiven Stoffen" habe es bereits Todesfälle gegeben.

Titelfoto: Montage: Stefan Sauer/dpa, Boris Roessler/dpa

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