Dresden schickt wöchentlich 225 Flieger in die Welt

225 Flieger düsen pro Woche in 31 Städte: Neu angeflogen werden Amsterdam, Málaga und Paphos.
225 Flieger düsen pro Woche in 31 Städte: Neu angeflogen werden Amsterdam, Málaga und Paphos.

Von Hermann Tydecks

Dresden - Von Dresden in die weite Welt: Ab Mai düsen 225 Flieger pro Woche in 31 Städte in 13 Ländern! Neue Reiseziele bietet der Flughafen in Spanien und Zypern an.

Sorgen bereiten jedoch kriselnde Urlaubsregionen. Und auch der „PEGIDA-Effekt“ (MOPO berichtete) macht sich bemerkbar.

„Die Anbindung Dresdens an die Welt ist sehr gut“, wirbt Flughafenchef Markus Kopp (49). „Sie kommen mit einmal Umsteigen über die Drehkreuze schneller in alle europäischen Metropolen, als wenn sie erst mit dem Auto nach Berlin fahren.“

Mehrmals täglich starten zur Sommersaison etwa Linienflüge nach Düsseldorf, Frankfurt, München, Köln, Stuttgart, Hamburg und Zürich, Basel, Barcelona und Moskau (täglich).

Das Angebot sei gut, nun zähle die Nachfrage: Flughafenchef Markus Kopp (49) hofft auf mehr Passagiere als im Vorjahr.
Das Angebot sei gut, nun zähle die Nachfrage: Flughafenchef Markus Kopp (49) hofft auf mehr Passagiere als im Vorjahr.

Zwei neue Direktverbindungen bietet Germania an: Ab Mai steuert die deutsche Airline Málaga in Andalusien (Dienstag und Donnerstag) und Paphos auf Zypern (Mittwoch) an. Dafür wird eine zweite Boing 737 in Dresden stationiert, täglich gehen dann auch Flüge nach Mallorca.

Neu und „ganz wichtig“ sei die niederländische Airline KLM: Die fliegt ab Mitte Mai täglich nach Amsterdam (Hin- und Rückflug ab 98 Euro).

PEGIDA spiele vor allem in Verhandlungen mit Airlines eine Rolle. „Die Entwicklung betrübt uns. Als Flughafen leben wir von Weltoffenheit und Internationalität“, sagt Markus Kopp. „Wir titulieren es letztlich als Aufmarsch einiger Verrückter, die montags auf die Straße gehen.“

PEGIDA wirke sich auch negativ auf die Auslastung innerdeutscher Flüge aus.

Sorgen bereiten aber eher Krisen in Urlaubsregionen: 2015 brach die Nachfrage für Reisen nach Tunesien ein (-90 Prozent), Ägypten (-10 Prozent), Russland (-44 Prozent). Der Einbruch wirkte sich auf die Passagierzahlen aus: 2015 flogen 1,7 Millionen Gäste - knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahr.

Dafür läuft es 2016 bislang besser: 7,7 Prozent mehr Passagiere sorgen für Aufwind.

Germania rüstet auf und stationiert für die Sommerflüge eine zweite Boing 737 mit 148 Sitzplätzen in Dresden.
Germania rüstet auf und stationiert für die Sommerflüge eine zweite Boing 737 mit 148 Sitzplätzen in Dresden.

Fotos: Petra Hornig (3), imago/stock[&]people (1)


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