Neue Vorstadtweiber laufen erst spät nachts

Die "Vorstadtweiber": Adina Vetter, Gerti Drassl, Nina Proll, Maria Köstlinger und Martina Ebm (v.l.n.r.).
Die "Vorstadtweiber": Adina Vetter, Gerti Drassl, Nina Proll, Maria Köstlinger und Martina Ebm (v.l.n.r.).  © ARD/ORF/Thomas Ramstorfer

TV - Sie waren mal Kult - die "Vorstadtweiber". Die "Weiber"-Quoten stimmten nicht mehr. Nun reagiert das Erste und verbannt die neue Staffel der "Vorstadtweiber" in den späten Abend.

Es begann wirklich erfolgversprechend mit der ersten Staffel der an die "Desperate Housewives" erinnernden "Dramödie". Vier Millionen hatten Staffel 1 im Jahr 2016 noch verfolgt. Bei Staffel 2 wollten nur noch 3,1 Millionen im Schnitt zusehen. Diese Staffeln flimmerten zur Prime-Time 20.15 Uhr in die Wohnzimmer der Deutschen.

Seit Oktober 2017 zeigt die ARD dienstags derzeit Wiederholungen der alten "Vorstadtweiber" - und zwar spät gegen 22.15 Uhr. Auch die neuen Folgen der neuen dritten Staffel finden dort ihren Platz.

Im Januar zeigt der ORF die brandneue Staffel - montags zur besten Sendezeit. In Deutschland muss sich der gemeine Fan knapp einen Monat länger gedulden. Erst ab 6. Februar kommen die zehn neuen Episoden im Ersten.

Aber: Der Weiber-Fan muss ausgeschlafen sein. Die Intrigen-spinnenden Wiener Vorstädter kommen erst am späten Dienstagabend - im Anschluss an die "Tagesthemen" - ab 22.45 Uhr in Doppelfolgen zur Sache.

Zum Staffel-Start gar hat das DFB-Pokal-Viertelfinale Vorfahrt. So beginnt es erst gegen 23:15 Uhr (sofern es keine Verlängerung bzw. Elfmeterschießen gibt).

Ab Februar kommen die "Vorstadtweiber" nach Deutschland

"Vorstadtweib" Nina Proll (43) machte im Oktober auf sich aufmerksam: Sie sei in 20 Karriere-Jahren nie sexuell belästigt worden.
"Vorstadtweib" Nina Proll (43) machte im Oktober auf sich aufmerksam: Sie sei in 20 Karriere-Jahren nie sexuell belästigt worden.

Der Marktanteil war zuletzt lausig: Der Gesamtanteil lag zwischen sechs und acht Prozent. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen waren die Werte unterdurchschnittlich.

So warb das ORF: "Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin" - und die ORF-Quotenqueens kommen zurück in die "Vorstadt".

Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel sind Adina Vetter, Gerti Drassl, Nina Proll, Maria Köstlinger und Martina Ebm zurück in der titelgebenden Vorstadt. Der Kampf der Geschlechter kann auch noch böser, noch besser und noch bizarrer werden, als er schon begonnen hat.

Bisher fanden sich die sündigen Ladys mitten zwischen finanziellem Fiasko, öffentlichem Skandal, düsteren Geheimnissen, letztem Willen, bedrohten Existenzen, Geburtshilfekursen und platzenden Bomben wieder - bis schließlich alles anders kommt, als man denkt.

Zuletzt machte übrigens Vorstadtweib Nina Proll auf sich aufmerksam - und zwar in der #metoo-Debatte (TAG24 berichtete).

Na, da sind wir mal gespannt, ob sich die Vorstadtweiber ihren Kultstatus zurückerobern können...


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