Ist diese neue Video-App das bessere Snapchat?

Jedes Video kann nur einmal angeschaut werden, dann wird es gelöscht.
Jedes Video kann nur einmal angeschaut werden, dann wird es gelöscht.

Berlin - Der amerikanische Youtube-Star Casey Neistat (850.000 Abonnenten) hat seinen eigenen Videodienst entwickelt und will damit vor allem Snapchat, Periscope und Meerkath Konkurrenz machen.

Im Unterschied zur Konkurrenz will Neistyadt aber mit "Beme" die Welt nicht beschönigen, sondern so zeigen, wie sie ist.

Deshalb können Filme vor dem Versenden nicht bearbeitet werden; auch auf die Anwendung von Filtern wurde komplett verzichtet.

Eine Aufnahme wird gestartet, indem der User sein Smartphone an seine Brust drückt. So wird gefilmt, was er selbst sieht. Der große Vorteil: Wer ein Video aufnimmt, muss nicht auf das Display seines Smartphones schauen, kann also einem Konzert oder dem Sonnenuntergang weiter "live" folgen.

Das die Aufnahmen nicht perfekt sind, gehört zum Konzept. Denn Beme will Ausschnitte der Realität zeigen.

Klassische Selfies sind nicht möglich, allerdings kann der Nutzer kurze Filme von sich machen, indem er das Smartphone etwa an eine Wand hält oder einen Tisch legt, um den Sensor für die Aufnahme auszulösen.

Casey Neistat zeigt, wie's geht: Einfach das Smartphone an die Brust halten und schon startet die Aufnahme.
Casey Neistat zeigt, wie's geht: Einfach das Smartphone an die Brust halten und schon startet die Aufnahme.

Nach einigen Sekunden wird die Aufnahme automatisch versendet. Ein vorheriges Bearbeiten ist nicht möglich.

So sollen das Leben und die Nutzer so real wie möglich gezeigt werden und nicht beschönigt, wie bei Facebook, Twitter oder Instagram.

Die anderen Nutzer von Beme können ein Video nur einmal anschauen, dann wird es gelöscht. So will der Youtuber Neistat für mehr Privatsphäre im Netz sorgen.

Beme-Nutzer sollen sich keine Gedanken darüber machen, ob ihre Videoschnipsel für immer im Internet zu sehen sind.

Das ist alles nicht komplett neu, aber konsequenter umgesetzt. Bei Snapchat werden etwa Fotos und Videos nach kurzer Zeit gelöscht, können innerhalb dieses Zeitraums aber beliebig oft angeschaut werden. Und es gibt bei Snapchat auch Filter, mit denen sich die Aufnahmen bearbeitet lassen.

Der Haken bei Beme: Die App gibt es derzeit nur für Apple-Geräte. Wer mitmachen will, muss sich anmelden, um einen Zugangscode zu bekommen oder braucht die Einladung eines bereits aktiven Bemers.

Fotos: Screenshots Youtube


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