Neuer Fernbahnhof Altona wegen Autos weiter auf dem Abstellgleis?

Hamburg - Die Planungen zur Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Hamburg Altona (TAG24 berichtete) sind zum Stillstand verdammt.

Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat die Planungen zur Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona gestoppt. Wann die Planungen weiter gehen können, bleibt wohl zunächst unklar.
Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat die Planungen zur Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Altona gestoppt. Wann die Planungen weiter gehen können, bleibt wohl zunächst unklar.  © DPA

Das Hanseatische Oberverwaltungsgericht hatte die Planungen im August 2018 gestoppt und einem Eilantrag des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) wegen der ungeklärten Zukunft der Autoverladestation stattgegeben.

Einen Gerichtstermin gebe es zwar noch nicht, teilte ein Sprecher des Hanseatischen Oberverwaltungsgericht nun mit, gab aber zu bedenken: "Der Senat geht weiterhin davon aus, das Verfahren in diesem Jahr terminieren und entscheiden zu können."

Der Bahnhof soll Platz für neue und im Viertal auch dringend benötigte Wohnungen machen.

Dafür soll er zwei Kilometer weiter nördlich an der S-Bahnstation Diebsteich neu gebaut werden – mit einem Bauprojekt-Volumen von rund 360 Millionen Euro. Das Projekt hatte einige Kritiker auf den Plan gerufen.

Die vom Gericht benötigten weiteren Unterlagen seien fristgerecht bis 30. März 2019 eingereicht worden, sagte ein DB-Sprecher in Hamburg, ohne weitere Details zu nennen.

So entwickelt sich die "Neue Mitte Altona"

Die Baustelle des Stadtentwicklungsprojekt "Neue Mitte Altona" auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Hier soll vor allem soziale Wohnungspolitik in die Realität umgesetzt werden.
Die Baustelle des Stadtentwicklungsprojekt "Neue Mitte Altona" auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Hier soll vor allem soziale Wohnungspolitik in die Realität umgesetzt werden.  © DPA

DB-Netz-Vorstand Dirk Rompf hatte wissen lassen, dass die Planungen für einen Zugang für einen Autoreise-Zug parallel zum Planfeststellungsverfahren 2016 begonnen wurden.

Er kündigte Ende 2018 an, "schnellstmöglich den Standort mit deutlichen Vorteilen zu konkretisieren und die für die Genehmigung notwendigen Unterlagen zu erstellen."

Der angestammte Kopfbahnhof in Altona soll weichen, um Platz für 1900 Wohnungen zu machen. Rund 1600 Wohnungen sind auf dem angrenzenden Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs im Bau oder schon fertig gestellt - gemeinsam bilden sie die "Neue Mitte Altona".

Nördlich hiervon soll ein neuer Durchgangsbahnhof mit sechs Fernbahngleisen nebst Eingangshalle entstehen und zwei S-Bahngleise integrieren. Umrahmt wird die Anlage voraussichtlich von zwei geplanten Hochhäusern mit Platz für Büros und ein Hotel.

Die Neue Mitte Altona ist Hamburgs größtes Bauprojekt nach der Hafencity.

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