Neuer Nahverkehrsplan. Adelsberg bleibt abgekoppelt

Für die neuen Citylink- Bahnen des Chemnitzer Modells müssen die Haltestellen wie an der Oper umgebaut werden.
Für die neuen Citylink- Bahnen des Chemnitzer Modells müssen die Haltestellen wie an der Oper umgebaut werden.

Chemnitz - Chemnitz steuert beim öffentlichen Personentransport auf Sicht. Im neuen Nahverkehrsplan, gestern im Rathaus vorgestellt, fehlen große Sprünge. Dafür gibt es viel Klein-Klein.

Alte Probleme werden nicht gelöst. Adelsberg erhält keine Bus-Direktverbindung: „Mit der Buslinie 33 ist die Straßenbahn erreichbar. Umsteigen ist zumutbar“, sagt CVAG-Sprecher Stefan Tschök (58).

Seit 2008 fordern Adelsberger eine Direktverbindung. Neu dagegen ist die Buslinie 73 zwischen TU-Hörsaalzentrum und Altchemnitz. Ab 2017 sollen Bahnen zudem den Uni-Campus ansteuern.

Geht 2016 der neue Bahn-Haltepunkt im Küchwald in Betrieb, fährt der 76er-Bus nur noch bis Küchwald-Klinikum. Die Straßenbahn 6 nach Altchemnitz wird eingestellt. „Parallel fährt die 522er-Bahn“, so die CVAG.

Die Linie 6 nach Altchemnitz rollt aufs Abstellgleis.
Die Linie 6 nach Altchemnitz rollt aufs Abstellgleis.

Die Grünen müssen sich ihre Ringbuslinie zwischen Kaßberg, Schloßchemnitz, Sonnenberg und TU wohl aus dem Kopf schlagen. Schuld sind die Kosten von rund 5,7 Millionen Euro jährlich. „Nicht finanzierbar“, sagen Kämmerer Sven Schulze (43, SPD) und CVAG-Sprecher Tschök.

Schlechte Noten erhält die CVAG von den Verfassern des neuen Nahverkehrsplans in Sachen Pünktlichkeit: Kamen 2010 71 Prozent der Bahnen und Busse pünktlich, waren es 2014 nur noch 68 Prozent.

Fotos: Uwe Meinhold (2)


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