Neuer Sachsen-Bischof gegen Homo-Ehe im Pfarrhaus

Carsten Rentzing (47)
Carsten Rentzing (47)

Berlin/dresden - Sachsens neuer evangelischer Landesbischof sorgt eine Woche vor Amtsantritt für Gesprächsstoff: Nach Ansicht von Carsten Rentzing (47) entspricht Homosexualität nicht dem Willen Gottes. Er beruft sich auf die Bibel.

Im innerkirchlichen Streit trat er bereits als entschiedener Gegner von homosexuellen Partnerschaften in Pfarrhäusern auf. Ende Mai wurde Rentzing im sechsten Wahlgang zum neuen Bischof bestimmt. Liberale Protestanten sorgen sich nun um den künftigen Kurs. Jetzt legt er nach.

„Diese Aussagen der Bibel machen es mir persönlich schwer, jemandem zu raten, dass er seine Homosexualität leben solle“, sagte Rentzing der „Welt“. „Wenn wir homosexuelle Beziehungen in Pfarrhäusern uneingeschränkt zuließen, würde die Kirche das Signal setzen, dass Homosexualität aus Gottes Sicht in Ordnung wäre.“ Das sei sie auf Basis der Bibel aber nicht.

Homosexuelle Pfarrer könnten dennoch in der sächsischen Landeskirche tätig sein - mit Einschränkungen. Wenn eine Gemeinde dies ausdrücklich unterstütze, dürften sie auch Ortspfarrer werden. Er habe zwar gegen diese Regelung protestiert. Als Bischof stehe er jedoch dazu.

Am Sonnabend wird Landesbischof Jochen Bohl (65) in den Ruhestand verabschiedet und sein Nachfolger Rentzing ins Amt eingeführt.

Fotos: dpa/Burgi


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