Neuer Sicherheits-Koordinator: Sachsen leistet sich ab 2021 einen Extremismus-Jäger

Dresden - Die sächsische Landesregierung gönnt sich künftig einen eigenen Sicherheitskoordinator. Zusammengesetzt ist die neue Personalstelle aus dem bisherigen Posten des Polizeiinspekteurs und der Fachaufsicht für den Landesverfassungsschutz (LfV).

Der sächsische Sicherheitskoordinator soll die Zusammenarbeit der Behörden besser vernetzen. Vor allem der Rechtsextremismus soll so besser bekämpft werden.
Der sächsische Sicherheitskoordinator soll die Zusammenarbeit der Behörden besser vernetzen. Vor allem der Rechtsextremismus soll so besser bekämpft werden.  © Jan Woitas/dpa

"Alle Sicherheitsbehörden müssen wirksamer zusammenarbeiten. Da haben wir noch Luft nach oben", umschreibt Innenminister Roland Wöller (50, CDU) das Motiv für die Job-Erfindung. 

"Wir haben hohe neue Herausforderungen für die Sicherheit, insbesondere Rechtsextremismus, den Terrorismus, aber auch andere Gefahren wie zum Beispiel Cyberkriminalität oder grenzüberschreitende Kriminalität."

Dafür brauche es neue Wege: So soll der Sicherheitskoordinator die Polizeiarbeit mit dem LfV abstimmen und beide besser untereinander vernetzen, ohne sie zu mixen. 

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Auch für eine bessere Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt soll der "Supermann" sorgen.

Kraft verleiht ihm die Weisungsbefugnis zwar nicht gegenüber der Polizei, sehr wohl aber gegenüber den sächsischen Schlapphüten, für die er zugleich die Fach- und Rechtsaufsicht bekommt. 

Dresden: Sicherheitskoordinator soll Mitte 2021 Dienst antreten

Der bisherige Aufpasser der Verfassungsschützer Dirk-Martin Christian (58) bekommt nun selbst einen Wächter.
Der bisherige Aufpasser der Verfassungsschützer Dirk-Martin Christian (58) bekommt nun selbst einen Wächter.  © Ove Landgraf

Dieses Amt hatte bislang Dirk-Martin Christian (58) inne, der inzwischen Sachsens oberster Verfassungsschützer ist. 

In Richtung Polizei macht der Neue künftig die Arbeit des bisherigen Polizeiinspekteurs. Die Stelle war vakant, seit Wöller Anfang 2019 Reiner Seidlitz entmachtete.

Bis es so weit ist mit dem neuen starken Mann (oder der starken Frau), geht noch Zeit ins Land. Voraussichtlich Mitte 2021 ist Dienstantritt.

Bis dahin müssen auf Regierungsebene noch die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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