IS-Mädchen Linda (16) hatte bei Festnahme ein Baby bei sich!

Top
Update

Auf Toilette: Lasst die Hände weg vom Handy

8.817

Nach aufreizenden Skandal-Fotos: Emma Schweiger redet Klartext!

13.800

Aus Rache! Ehefrau hackt Mann Penis ab und behält ihn

5.521

Tag24 sucht genau Dich!

32.771
Anzeige
4.442

Neuer Streit um Hitlers „Mein Kampf“

Dresden - In Deutschland ist es das verbotene Buch schlechthin: Hitlers „Mein Kampf“ - am gestrigen Samstag vor 90 Jahren erschien die erste von insgesamt 1000 Auflagen der berüchtigten NS-Bibel. 70 Jahre nach dem Tod des Diktators läuft das seit Kriegsende beim Freistaat Bayern liegende Urheberrecht an der Hetzschrift nun aus.
„Mein Kampf“ - eine frühe Originalausgabe beider Bände mit Hitler-Autogramm. Die 2016 erscheinende, von Historikern kommentierte Ausgabe wird 2000 Seiten haben, davon knapp 800 Originaltext.
„Mein Kampf“ - eine frühe Originalausgabe beider Bände mit Hitler-Autogramm. Die 2016 erscheinende, von Historikern kommentierte Ausgabe wird 2000 Seiten haben, davon knapp 800 Originaltext.

Von Alexander Bischoff

Dresden - In Deutschland ist es das verbotene Buch schlechthin: Hitlers „Mein Kampf“ - am gestrigen Samstag vor 90 Jahren erschien die erste von insgesamt 1000 Auflagen der berüchtigten NS-Bibel. 70 Jahre nach dem Tod des Diktators läuft das seit Kriegsende beim Freistaat Bayern liegende Urheberrecht an der Hetzschrift nun aus.

Spätestens im Januar kommenden Jahres wird der ideologische Sprengsatz in neuer Auflage erscheinen - allerdings von Wissenschaftlern entschärft!

Es war am 18. Juli 1925, als der bayerische NSDAP-Führer und Volksredner Adolf Hitler den ersten Band seiner ideologisch-programmatischen, zugleich stark autobiografisch gefärbten Kampfschrift im Franz-Eher-Verlag veröffentlichte.

In dieser Haftzelle schrieb Adolf Hitler den ersten Band von „Mein Kampf“ auf einer Reiseschreibmaschine.
In dieser Haftzelle schrieb Adolf Hitler den ersten Band von „Mein Kampf“ auf einer Reiseschreibmaschine.

Geschrieben hatte er den Wälzer in Festungshaft in Landsberg am Lech, wo er nach gescheitertem Putschversuch im November 1923 bis Dezember 1924 einsaß.

Tag und Nacht soll Hitler mit seiner Reiseschreibmaschine gearbeitet haben. Die Haftzeit bezeichnete er später als „Hochschule auf Staatskosten“.

In „Mein Kampf“, dem 1926 noch ein zweiter Band folgte, setzt sich Hitler zunächst kritisch mit der Monarchie auseinander, propagiert den Anschluss Österreichs und will für das deutsche Volk neuen „Lebensraum“ im Osten gewinnen.

Die Volksgemeinschaft müsse die parlamentarische Demokratie durch einen germanischen Führerstaat ersetzen, fordert der Fanatiker.

Und er offenbart sein extrem antisemitisches Weltbild. Für Hitler ist das „Judentum“ keine Religion, sondern Rasse. Ob Ausbruch des Ersten Weltkriegs, Armut oder Bolschewismus - hinter allem sieht er als Ursache eine „jüdische Weltverschwörung“.

Deutschland, so schreibt der glühende Antisemit, hätte den Ersten Weltkrieg nicht verloren, wenn es entschlossen gewesen wäre, die Juden „unbarmherzig auszurotten“, und wenn es „12.000 oder 15.000 von ihnen unter Giftgas gehalten“ hätte.

Nur 14 Jahre später setzt Hitler seine kruden Gedanken um, sterben allein in den Gaskammern von Auschwitz über eine Million Menschen.

Ein Bild vom Hitler-Putsch in München, der am 9. November 1923 beim Marsch der rechten Putschisten auf die Feldherrenhalle niedergeschlagen wurde.
Ein Bild vom Hitler-Putsch in München, der am 9. November 1923 beim Marsch der rechten Putschisten auf die Feldherrenhalle niedergeschlagen wurde.

Über 12 Millionen Exemplare von „Mein Kampf“ wurden bis Kriegsende unters Volk gebracht. Kommunen mussten nach der Machtergreifung Hitlers das Pamphlet auf eigene Kosten Hochzeitspaaren überreichen. Allerdings gehen Historiker davon aus, dass es zwar bei nahezu jeder deutschen Familie im Bücherschrank stand, doch die wenigsten die verquaste und im monomanischen Tonfall geschriebene Kampfschrift wirklich lasen.

Die 164.000 Wörter des Buches seien gleichbedeutend mit 164.000 Verstößen gegen deutsche Grammatik und Stillehre, urteilte Schriftsteller Lion Feuchtwanger schon 1930 über „Mein Kampf“.

Anfang Januar will das Münchner Institut für Zeitgeschichte nach 70 Jahren nun eine neue, kommentierte Auflage von „Mein Kampf“ herausbringen. Seit fünf Jahren geht ein sechsköpfiges Historiker-Team unter Leitung von Dr. Christian Hartmann (56) die Hetzschrift Satz für Satz durch und setzt sich mit jeder Behauptung Hitlers wissenschaftlich auseinander. In rund 3700 Anmerkungen entmystifizieren sie die NS-Bibel.

„Wir spüren den Quellen nach, die Hitler hatte“, erklärt Hartmann. Und da komme Überraschendes zutage. Denn der spätere „Führer“ schrieb gern und viel ab - auch von Juden.

„Seine Behauptung, dass der Jude die Völker der Erde frisst, stammt beispielsweise vom österreichischen Schriftsteller Arthur Trebitsch - ein Antisemit, der selbst Jude war“, beschreibt Hartmann.

Die Historiker klären in ihrer „Mein Kampf“-Edition auch auf, was Hitler in seinen geschönten Lebenserinnerungen wegließ: Beispielsweise, dass der glühende Antisemit ohne die Hilfe jüdischer Händler, die seine selbst gemalten Postkarten vertrieben, als junger Kunstmaler in Wien finanziell nicht überlebt hätte.

Buch & Briefmarken brachten Millionen

Der Führer zum Anlecken - kein schöner Gedanke. Für Hitler selbst war die Briefmarkenserie aber äußerst einträglich.
Der Führer zum Anlecken - kein schöner Gedanke. Für Hitler selbst war die Briefmarkenserie aber äußerst einträglich.

Vom Verkauf seines Buchs „Mein Kampf“ bekam Hitler jedes Jahr Tantiemen in Höhe von anderthalb bis zwei Millionen Reichsmark.

Noch schneller verdient war das Geld, das die Deutsche Reichspost ihm überwies - insgesamt rund 50 Millionen Reichsmark dafür, dass sein Konterfei auf mehreren Briefmarken prangte.

Diese Einnahmen erhielt der Diktator zusätzlich zu seinem Gehalt als Reichskanzler (29.200 Reichsmark im Jahr). Nach dem Tod von Reichspräsident Hindenburgs 1934 strich Hitler sich dessen Gehalt ebenfalls ein.

Eine Steuererklärung machte Hitler nach 1935 nicht mehr.

Dresdner Wissenschaftler: „Das Werk löst keine Gehirnwäsche aus“

Dr. Clemens Vollhals (59) hat selbst schon eine mehrbändige Ausgabe über Hitlers Schriften herausgegeben, ist echter Experte.
Dr. Clemens Vollhals (59) hat selbst schon eine mehrbändige Ausgabe über Hitlers Schriften herausgegeben, ist echter Experte.

Dr. Clemens Vollnhals (59), Historiker und Hitler-Experte, ist stellvertretender Direktor am Dresdner „Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung“. Als Wissenschaftler sagt er: „Will man Hitlers Weltanschauung verstehen, ist ‚Mein Kampf‘ die Quelle schlechthin.“

Ein Verbot des Buchs sei nach 1945 richtig gewesen, in unserer pluralistischen Gesellschaft aber nicht mehr. Vollnhals plädiert für den Druck einer kommentierten Auflage. „Schon weil das Buch viele sachliche Fehler hat.“ Außerdem würden etliche Namen und Bezüge, die Hitler erwähnt, dem heutigen Leser nichts mehr sagen.

Aber auch einen unkommentierten Nachdruck des verbotenen Buchs sieht Vollnhals nicht allzu tragisch. „Das Werk hat keine magische Wirkung, die beim unbedarften Leser gleich eine Gehirnwäsche auslöst“, glaubt er. Eher würde sich das dämonisierte Buch schnell entzaubern.

Schon weil der literarische Wert eher gering sei: „Ein einziges Schwadronieren - sicherlich kein Lesevergnügen.“ Allerdings: Der Historiker sieht „Mein Kampf“ nicht gänzlich als wirres Pamphlet an. „Auch wenn das Geschriebene aus unserer Sicht natürlich Unfug ist, ist manches aus dem Blickwinkel der völkischen Rassisten von einst durchaus schlüssig.“

Clemens Vollnhals kennt unter seinen Historiker-Kollegen niemanden, der für eine Weiterführung des Verbots wäre.

Urheberrecht läuft Ende des Jahres aus

Das Urheberrecht an Hitlers „Mein Kampf“ wurde 1945 an den Freistaat Bayern übertragen. 70 Jahre nach der Erstveröffentlichung läuft es zum Jahresende aus.

Ab 1. Januar 2016 kann also - theoretisch - jeder das Buch nachdrucken. Allerdings verkündeten die Generalstaatsanwälte der Bundesländer im April (angeregt durch die Justizminister), dass sie die Verbreitung einer unkommentierten Ausgabe als Volksverhetzung betrachten - und somit als strafbar.

Nur: Schon heute kann jeder alte Ausgaben im Antiquariat kaufen oder verkaufen. Tatsächlich wird es im Falle eines Nachdrucks also auf eine Grundsatzentscheidung vor Gericht rauslaufen.

Fotos: dpa/D. Karmann, Christian Suhrbier, imago

Herzerwärmend! Hund nähert sich einem Kind mit Down-Syndrom

3.375

Tragischer Badeunfall! Urlauber auf Rügen gestorben

8.408

Farbcheck: Das verrät Dir die Farbe Deines Urins

9.309

Wenn's mal wieder heiß wird: So bleibt Ihr trotzdem ganz cool

822

Mit diesem Tool weisst Du alle Neuigkeiten als Erster

25.120
Anzeige

Fahrer nach illegalem Autorennen mit Schwerverletzten flüchtig

357

Dieses Pärchen umrundet die Erde auf Motorrädern

3.713

Brutale Attacke! Hund beißt Kleinkind ins Gesicht

11.629

BKA warnt: Terrorgefahr durch Reichsbürger

1.767

Mann stirbt durch heftige Unwetter in seinem Auto

3.719

Zu schnell um die Kurve: Auto überschlägt sich und landet im Kiosk

2.211

War es Mord? Vermisster Boxer (22) liegt tot neben Autobahn

7.629

Schock! Boris Becker ist im Krankenhaus

12.313

Schon wieder! Gaffer behindern Einsatzkräfte auf Autobahn

3.316

Tierhasser knallt eiskalt drei Eichhörnchen ab

1.163

Wer hätte das gedacht? Dafür schämt sich Andrea Berg

5.093

Mit diesen Lebensmitteln verlängert Ihr Eure Erektion

4.137

Kleiner Gruß: So witzig gehen Polizisten mit Cannabis-Züchtern um

9.057

Nach Bandenkrieg zwischen KMN und Miri-Clan: Polizei verstärkt Präsenz

10.021

Das teure "Lippenbekenntnis" von Trompeter Till Brönner

1.340

Mit Fäusten und Möbeln: Beliebte Union-Kneipe nach Fan-Streit zerlegt

4.003
Update

Mann verliert bei Monopoly und ruft die Polizei

3.618

Strammer Stängel dank Viagra: So bleiben Blumen länger frisch

1.270

Ramelow sieht Aufklärungsbedarf bei NSU-Netzwerk

810

Über 90 Teenager nach Konzert mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus

2.566

Darum bereuen William und Harry das letzte Gespräch mit Diana (†36)

11.836

Streit in Warteschlange eskaliert: Mann wird angegriffen und verletzt

3.570

Skandal in der Automobilindustrie: Diese Rechte haben die Autokäufer

1.435

Gerüchte um Keita und Forsberg: Ist sich Hasenhüttl zu sicher?

2.508

Verwaltungsgericht mit Masse an Asylklagen überfordert

246

Acht Tote in Lkw entdeckt, darunter zwei Kinder

3.822

Druckabfall! Airbus muss in Erfurt notlanden

5.082

Sieben auf einen Streich: Kinder zusammengepfercht auf Rückbank entdeckt

3.327

Stinkefinger nach ihrem Geschmack: Senna designt eigene Emojis

1.787

Stell dir vor, Du gewinnst 4,3 Millionen Euro und die Lotterie will nicht zahlen

7.215

Saras wilde Hochzeit in Vegas: Fast hätte Elvis alles versaut!

3.531

"Sitze ohne Gepäck in Berlin!" Diese Airline bringt TV-Legende Frank Elstner auf die Palme

4.229

Weil ihm seine Tiere entzogen werden sollten: Bauer schießt Arzt nieder

4.811

Nach Ehestreit: Auto kracht in Küche vom Nachbarhaus

2.594

Gloria von Thurn und Taxis empört mit Missbrauchs-Aussagen

5.685

Nazi-Skandal beim Tennis: Hier läuft ein Mann auf den Platz und schreit "Sieg Heil"

4.835

18 Verletzte, weil Traktor mit Hochzeitsgästen umkippt

5.785

Wildschwein verursacht drei schwere Unfälle: Vier Verletzte

5.691

Kran bricht auf Baustelle zusammen: Sieben Tote

14.876

Wie nackt darf man eigentlich sein?

5.211

"Nacht der 1000 Lichter"... Gedenken an Loveparade-Unglück

1.479

Auch diese Promis lästern über die Katzenberger-"Hochzeit"

11.181

Ohne Konsequenzen! Jugendliche filmen Mann beim Ertrinken statt zu helfen

10.116

Oha! Diese beiden Luder ziehen in den Promi-Container

12.343

Oma mit 238 Stundenkilometern unterwegs! Ihre Begründung ist erstaunlich

17.363

Straßen abgeriegelt, weil Hells-Angels-Rocker heiratet

14.175

Ohne sechs! Dynamo verpatzt die Generalprobe gegen Wolfsburg

9.896

Krasse Unwetter stören Berliner CSD-Parade!

5.008

23-Jähriger stirbt nach Sturz aus Kofferraum

9.935