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Neuer Streit um Hitlers „Mein Kampf“

Dresden - In Deutschland ist es das verbotene Buch schlechthin: Hitlers „Mein Kampf“ - am gestrigen Samstag vor 90 Jahren erschien die erste von insgesamt 1000 Auflagen der berüchtigten NS-Bibel. 70 Jahre nach dem Tod des Diktators läuft das seit Kriegsende beim Freistaat Bayern liegende Urheberrecht an der Hetzschrift nun aus.
„Mein Kampf“ - eine frühe Originalausgabe beider Bände mit Hitler-Autogramm. Die 2016 erscheinende, von Historikern kommentierte Ausgabe wird 2000 Seiten haben, davon knapp 800 Originaltext.
„Mein Kampf“ - eine frühe Originalausgabe beider Bände mit Hitler-Autogramm. Die 2016 erscheinende, von Historikern kommentierte Ausgabe wird 2000 Seiten haben, davon knapp 800 Originaltext.

Von Alexander Bischoff

Dresden - In Deutschland ist es das verbotene Buch schlechthin: Hitlers „Mein Kampf“ - am gestrigen Samstag vor 90 Jahren erschien die erste von insgesamt 1000 Auflagen der berüchtigten NS-Bibel. 70 Jahre nach dem Tod des Diktators läuft das seit Kriegsende beim Freistaat Bayern liegende Urheberrecht an der Hetzschrift nun aus.

Spätestens im Januar kommenden Jahres wird der ideologische Sprengsatz in neuer Auflage erscheinen - allerdings von Wissenschaftlern entschärft!

Es war am 18. Juli 1925, als der bayerische NSDAP-Führer und Volksredner Adolf Hitler den ersten Band seiner ideologisch-programmatischen, zugleich stark autobiografisch gefärbten Kampfschrift im Franz-Eher-Verlag veröffentlichte.

In dieser Haftzelle schrieb Adolf Hitler den ersten Band von „Mein Kampf“ auf einer Reiseschreibmaschine.
In dieser Haftzelle schrieb Adolf Hitler den ersten Band von „Mein Kampf“ auf einer Reiseschreibmaschine.

Geschrieben hatte er den Wälzer in Festungshaft in Landsberg am Lech, wo er nach gescheitertem Putschversuch im November 1923 bis Dezember 1924 einsaß.

Tag und Nacht soll Hitler mit seiner Reiseschreibmaschine gearbeitet haben. Die Haftzeit bezeichnete er später als „Hochschule auf Staatskosten“.

In „Mein Kampf“, dem 1926 noch ein zweiter Band folgte, setzt sich Hitler zunächst kritisch mit der Monarchie auseinander, propagiert den Anschluss Österreichs und will für das deutsche Volk neuen „Lebensraum“ im Osten gewinnen.

Die Volksgemeinschaft müsse die parlamentarische Demokratie durch einen germanischen Führerstaat ersetzen, fordert der Fanatiker.

Und er offenbart sein extrem antisemitisches Weltbild. Für Hitler ist das „Judentum“ keine Religion, sondern Rasse. Ob Ausbruch des Ersten Weltkriegs, Armut oder Bolschewismus - hinter allem sieht er als Ursache eine „jüdische Weltverschwörung“.

Deutschland, so schreibt der glühende Antisemit, hätte den Ersten Weltkrieg nicht verloren, wenn es entschlossen gewesen wäre, die Juden „unbarmherzig auszurotten“, und wenn es „12.000 oder 15.000 von ihnen unter Giftgas gehalten“ hätte.

Nur 14 Jahre später setzt Hitler seine kruden Gedanken um, sterben allein in den Gaskammern von Auschwitz über eine Million Menschen.

Ein Bild vom Hitler-Putsch in München, der am 9. November 1923 beim Marsch der rechten Putschisten auf die Feldherrenhalle niedergeschlagen wurde.
Ein Bild vom Hitler-Putsch in München, der am 9. November 1923 beim Marsch der rechten Putschisten auf die Feldherrenhalle niedergeschlagen wurde.

Über 12 Millionen Exemplare von „Mein Kampf“ wurden bis Kriegsende unters Volk gebracht. Kommunen mussten nach der Machtergreifung Hitlers das Pamphlet auf eigene Kosten Hochzeitspaaren überreichen. Allerdings gehen Historiker davon aus, dass es zwar bei nahezu jeder deutschen Familie im Bücherschrank stand, doch die wenigsten die verquaste und im monomanischen Tonfall geschriebene Kampfschrift wirklich lasen.

Die 164.000 Wörter des Buches seien gleichbedeutend mit 164.000 Verstößen gegen deutsche Grammatik und Stillehre, urteilte Schriftsteller Lion Feuchtwanger schon 1930 über „Mein Kampf“.

Anfang Januar will das Münchner Institut für Zeitgeschichte nach 70 Jahren nun eine neue, kommentierte Auflage von „Mein Kampf“ herausbringen. Seit fünf Jahren geht ein sechsköpfiges Historiker-Team unter Leitung von Dr. Christian Hartmann (56) die Hetzschrift Satz für Satz durch und setzt sich mit jeder Behauptung Hitlers wissenschaftlich auseinander. In rund 3700 Anmerkungen entmystifizieren sie die NS-Bibel.

„Wir spüren den Quellen nach, die Hitler hatte“, erklärt Hartmann. Und da komme Überraschendes zutage. Denn der spätere „Führer“ schrieb gern und viel ab - auch von Juden.

„Seine Behauptung, dass der Jude die Völker der Erde frisst, stammt beispielsweise vom österreichischen Schriftsteller Arthur Trebitsch - ein Antisemit, der selbst Jude war“, beschreibt Hartmann.

Die Historiker klären in ihrer „Mein Kampf“-Edition auch auf, was Hitler in seinen geschönten Lebenserinnerungen wegließ: Beispielsweise, dass der glühende Antisemit ohne die Hilfe jüdischer Händler, die seine selbst gemalten Postkarten vertrieben, als junger Kunstmaler in Wien finanziell nicht überlebt hätte.

Buch & Briefmarken brachten Millionen

Der Führer zum Anlecken - kein schöner Gedanke. Für Hitler selbst war die Briefmarkenserie aber äußerst einträglich.
Der Führer zum Anlecken - kein schöner Gedanke. Für Hitler selbst war die Briefmarkenserie aber äußerst einträglich.

Vom Verkauf seines Buchs „Mein Kampf“ bekam Hitler jedes Jahr Tantiemen in Höhe von anderthalb bis zwei Millionen Reichsmark.

Noch schneller verdient war das Geld, das die Deutsche Reichspost ihm überwies - insgesamt rund 50 Millionen Reichsmark dafür, dass sein Konterfei auf mehreren Briefmarken prangte.

Diese Einnahmen erhielt der Diktator zusätzlich zu seinem Gehalt als Reichskanzler (29.200 Reichsmark im Jahr). Nach dem Tod von Reichspräsident Hindenburgs 1934 strich Hitler sich dessen Gehalt ebenfalls ein.

Eine Steuererklärung machte Hitler nach 1935 nicht mehr.

Dresdner Wissenschaftler: „Das Werk löst keine Gehirnwäsche aus“

Dr. Clemens Vollhals (59) hat selbst schon eine mehrbändige Ausgabe über Hitlers Schriften herausgegeben, ist echter Experte.
Dr. Clemens Vollhals (59) hat selbst schon eine mehrbändige Ausgabe über Hitlers Schriften herausgegeben, ist echter Experte.

Dr. Clemens Vollnhals (59), Historiker und Hitler-Experte, ist stellvertretender Direktor am Dresdner „Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung“. Als Wissenschaftler sagt er: „Will man Hitlers Weltanschauung verstehen, ist ‚Mein Kampf‘ die Quelle schlechthin.“

Ein Verbot des Buchs sei nach 1945 richtig gewesen, in unserer pluralistischen Gesellschaft aber nicht mehr. Vollnhals plädiert für den Druck einer kommentierten Auflage. „Schon weil das Buch viele sachliche Fehler hat.“ Außerdem würden etliche Namen und Bezüge, die Hitler erwähnt, dem heutigen Leser nichts mehr sagen.

Aber auch einen unkommentierten Nachdruck des verbotenen Buchs sieht Vollnhals nicht allzu tragisch. „Das Werk hat keine magische Wirkung, die beim unbedarften Leser gleich eine Gehirnwäsche auslöst“, glaubt er. Eher würde sich das dämonisierte Buch schnell entzaubern.

Schon weil der literarische Wert eher gering sei: „Ein einziges Schwadronieren - sicherlich kein Lesevergnügen.“ Allerdings: Der Historiker sieht „Mein Kampf“ nicht gänzlich als wirres Pamphlet an. „Auch wenn das Geschriebene aus unserer Sicht natürlich Unfug ist, ist manches aus dem Blickwinkel der völkischen Rassisten von einst durchaus schlüssig.“

Clemens Vollnhals kennt unter seinen Historiker-Kollegen niemanden, der für eine Weiterführung des Verbots wäre.

Urheberrecht läuft Ende des Jahres aus

Das Urheberrecht an Hitlers „Mein Kampf“ wurde 1945 an den Freistaat Bayern übertragen. 70 Jahre nach der Erstveröffentlichung läuft es zum Jahresende aus.

Ab 1. Januar 2016 kann also - theoretisch - jeder das Buch nachdrucken. Allerdings verkündeten die Generalstaatsanwälte der Bundesländer im April (angeregt durch die Justizminister), dass sie die Verbreitung einer unkommentierten Ausgabe als Volksverhetzung betrachten - und somit als strafbar.

Nur: Schon heute kann jeder alte Ausgaben im Antiquariat kaufen oder verkaufen. Tatsächlich wird es im Falle eines Nachdrucks also auf eine Grundsatzentscheidung vor Gericht rauslaufen.

Fotos: dpa/D. Karmann, Christian Suhrbier, imago

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