Neuer Union-Trainer legt los und trifft einen alten Bekannten

Neuhaus (l) und Hofschneider teilten sich mehrere Jahre die Bank an der Seitenlinie.
Neuhaus (l) und Hofschneider teilten sich mehrere Jahre die Bank an der Seitenlinie.  © DPA

Berlin - Bei vielen Fans sitzt der Schock über die überraschende Entlassung von Jens Keller (47) noch immer tief. Luft verschafften sich die Anhänger in den sozialen Netzwerken und fanden dabei nicht selten schöne Worte an die Führungsetage des Fußball-Zweitligisten. Doch Zeit zum Trauern um die Leistungen des Ex-Trainers bleibt nicht. Am Mittwoch nimmt André Hofschneider als neuer Union-Coach seine Arbeit auf.

Gleich in seiner ersten Begegnung am Wochenende trifft er auf einen alten Weggefährten.

Unbekannt ist Hofschneider die Trainerbank bei den Eisernen nicht. Nach seiner aktiven Karriere war er von 2007 bis 2016 als Co-Trainer im Verein tätig. In der Spielzeit 2015/2016 half der gebürtige Ost-Berliner gleich zweimal als Interimscoach aus.

Doch der 47-Jährige will bei seiner ersten Übungseinheit als neuer Cheftrainer nicht nur bekannte, sondern auch neue Spieler kennenlernen und sie auf das festgesetzte Ziel Aufstieg einstimmen. "Für mich war immer das maximale Ziel, mit Union in der 1. Liga zu spielen", so Hofschneider.

Von den Qualitäten Hofschneider ist auch Christian Beeck (45, Ex-Unioner) überzeugt. Ihn holte er 2007 als Co-Trainer ins Boot: "Fachlich ist er top. Er hört sich vieles an, zieht aber am Ende sein Programm durch. Ich sage immer: Hofi hat diese Dreckssau-Mentalität, kann der Mannschaft die Galligkeit vermitteln, die zuletzt fehlte", sagte Beeck zur BILD.

Mit Hofschneider steigen die Chancen für den Aufstieg von Union Berlin

Bringt Hofschneider die Berliner wieder auf Erfolgskurs?
Bringt Hofschneider die Berliner wieder auf Erfolgskurs?  © DPA

Der 45-Jährige geht davon aus, dass die Aufstiegschancen nicht schlecht stehen: "Sie sind um ein paar Prozente gestiegen. Er könnte ein wichtiger Impuls sein, weil André diese Abgezocktheit hat, diese Gentleman-Arroganz, die du in diesem Geschäft benötigst."

Gleich in seiner ersten Partie als neuer Cheftrainer trifft Hofschneider auf einen ehemaligen Weggefährten: Uwe Neuhaus (58).

Neuhaus, von 2007 bis 2015 Trainer der Eisernen, ist seit 2015 bei Dynamo an der Seitenlinie aktiv. Während ihrer gemeinsamen Zeit bei den Berlinern konnten die beiden einiges von einander lernen.

"Unterschiedlicher hätten Sie nicht sein können! Uwe hat von Hofi die Akribie gelernt, und wie man einer Mannschaft Härte vermittelt. André hat was die Ansprache zu den Spielern angeht oder die Gelassenheit einiges von Uwe abgeschaut. Beide haben sich im Laufe der Jahre unheimlich befruchtet", so Beeck zur BILD-Zeitung.

Am Sonnabend (13 Uhr) stehen sich Hofschneider und Neuhaus gegenüber. Dynamo kommt mit einem fulminanten 4:0-Heimsieg gegen Aue gestärkt ins Stadion An der Alten Försterei. Zu einem Verein, der sich im Umbruch befindet und zu alter Stärker zurückfinden will.


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