Neues Asylheim in Dresden geplant

In diesem Eckgebäude in der Großenhainer Straße sollen bis zu 65 Asylbewerber unterkommen.
In diesem Eckgebäude in der Großenhainer Straße sollen bis zu 65 Asylbewerber unterkommen.

Von Dirk Hein

Dresden - Die Stadt will an der Großenhainer Straße 61 und 63 eine neue Asylunterkunft errichten. Stimmt der Stadtrat zu, sollen an der Kreuzung zur Riesaer Straße bereits Anfang 2016 bis zu 65 Personen untergebracht werden.

In den Häusern könnten überwiegend 2-Zimmer und 3-Zimmer-Wohnungen bezogen werden. Die Stadt mietet die beiden Gebäude für insgesamt zehn Jahre an. Dennoch wird eine stolze Miete von 10 Euro pro Quadratmeter fällig.

Inklusive aller Nebenkosten rechnet die Verwaltung mit jährlichen Kosten von 257.000 Euro. Pro Asylbewerber wären das etwa 3900 Euro pro Jahr.

Was auf dem Dresdner Mietmarkt wohl niemand freiwillig zahlen würde, ist als Asylunterkunft fast schon ein Schnäppchen. Für eine Hotelunterkunft zahlt die Stadt bis zu 9000 Euro pro Platz und Jahr (inklusive Verpflegung), auch Containerstandorte sind in der Regel deutlich teurer.

Weiterer Standort-Vorteil: Die maximal 65 Plätze passen besser in das eigentlich dezentrale Unterkunftskonzept der Stadt als etwa der Containerstandort Washingtonstraße.

Zudem könnten zukünftig auch andere Bedürftige, etwa Obdachlose einquartiert werden.

Foto: Ove Landgraf


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