Mehr Schaden als Nutzen? Krankenkasse warnt vor Neujahrsvorsätzen!

Schwerin - Mehr Zeit mit der Familie, weniger ungesundes Essen, endlich mit dem Rauchen aufhören: Habt Ihr auch gute Vorsätze zum neuen Jahr? Das könnte ganz schön ungesund sein, zumindest wenn es nach einem Bericht der Kaufmännischen Krankenkasse geht.

Endlich gesund essen? Viele nehmen sich zum Jahresanfang etwas vor.
Endlich gesund essen? Viele nehmen sich zum Jahresanfang etwas vor.  © DPA

Denn, so unglaublich es auch klingen mag, der Jahresbeginn ist demnach der absolut falsche Zeitpunkt, um richtig Vollgas zu geben.

"Hier prallen zu viele Stressfaktoren aufeinander", sagt Ronny Schomann vom Serviceteam der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Schwerin am Donnerstag.

Nach Festtagsmenüs und Alkoholkonsum zum Jahreswechsel wollten viele jetzt abspecken, mehr Sport treiben, gesünder kochen und auf Alkohol verzichten. Diese Ziele führten aber dazu, dass der Körper zusätzlich unter Stress gesetzt werde – gerade dann, wenn er am wenigsten leistungsfähig ist, wie Schomann sagte.

Häufig komme noch Stress im Beruf hinzu. Der Körper benötige jetzt vor allem Sonnenlicht - und auch das fehle in den Wintermonaten.

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH stört es 65 Prozent der 18- bis 70-Jährigen, dass sich im Winter die Tage kürzer anfühlen und etwa jeder Zweite findet, dass Sport im Freien im Winter weniger Spaß macht.

"Bewegung und Sport als Ausgleich sind auch im Winter wichtig", betont Schomann. Man müsse aber nicht gleich Höchstleistungen vollbringen. "Das führt nur zu Frustration."

Schomann rät außerdem von Multitasking ab: "Wer ständig zwischen Aufgaben hin- und her wechselt, muss sich permanent neu hineindenken." Nach Feierabend sollte man abschalten und zusätzlichen Freizeitstress vermeiden.

Wenn das mal keine gute Ausrede für ein entspanntes Jahr 2019 ist!

Titelfoto: DPA

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