Rundumschlag im Kiez: Neuköllns Bürgermeisterin räumt auf

"Wir dürfen nicht kapitulieren", sagt Geisel zur Zeitung.
"Wir dürfen nicht kapitulieren", sagt Geisel zur Zeitung.  © DPA

Berlin - Nachts alleine durch Neukölln zu laufen, verlangt von Frau und Mann einiges ab. Der Bezirk ist durchzogen mit Kriminalität jeglichen Ausmaßes. Genug für Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (39, SPD), die dem Ganzen ein Ende setzen will.

Problemgebiet Nr. 1 ist der S- und U-Bahnhof Neukölln und das umliegende Gebiet. Hier trafen sich am Wochenende Innensenator Andreas Geisel (51, SPD), Franziska Giffey sowie Hausverwalter Dämmer für einen gemütlichen und zugleich notwendigen Spaziergang durch die Drogeneskapaden der letzten Nächte, wie die Berliner Zeitung berichtete.

Gemeinsam mit der Polizei besichtigte man das Gebiet um den Bahnhof. "Die Leute sitzen hier in den Ecken, konsumieren im Dreck oder offen auf dem Bahnsteig, für Passanten ein unerträglicher Zustand", sagte Giffey zur Zeitung. "Ich fühle mich betroffen von der Armut, der Verschmutzung und der Gleichgültigkeit, die man hier sieht."

Es wird Zeit zu handeln, denn zum Beispiel gibt es in der Bahnhofshalle bisher keinerlei Videoüberwachung. Die Bahn sieht keinen Bedarf, doch Giffey ist gerade hier dafür. Auch Polizeioberrat Stefan Kranich würde die Videoüberwachung begrüßen, denn diese kann maßgeblich zur Aufklärung von Straftaten beitragen.

Mehr Polizei ist bereits unterwegs und bald soll auch ein Beratungsmobil am Bahnhof hinzukommen und Sammelbehälter für Spritzen aufgehängt werden. Aber Hausverwalter Demmler nimmt auch die Anwohner in die Pflicht ihren Bezirk sauber zu halten.

2012 wurden 795 Straftaten registriert. 2016 waren es schon 977.
2012 wurden 795 Straftaten registriert. 2016 waren es schon 977.  © DPA

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