Neumarkt-Pianist zieht vor Gericht

Immer wieder gerieten der Pianist Arne Schmidt und das Ordnungsamt aneinander - jetzt landet einer der Vorfälle vor Gericht.
Immer wieder gerieten der Pianist Arne Schmidt und das Ordnungsamt aneinander - jetzt landet einer der Vorfälle vor Gericht.

Dresden - Verbot für Keyboard und Posaune, regelmäßiger Standortwechsel, kein Klavier auf dem Neumarkt, persönliche Vorsprache im Amt: 2014 gängelte die Stadt Straßenmusiker mit harten Regelungen. Nach heftigen Diskussionen wurden die Vorschriften wieder kassiert. Der erste Pianist landet jetzt dennoch vor Gericht.

Im Februar 2015, kurz bevor die strengen Regeln wieder fielen, spielte Arne Schmitt (43) mit seinem Klavier auf dem Neumarkt, wurde prompt kontrolliert und bekam eine Anzeige. Konkret vorgeworfen wird dem Künstler, dass er ohne Erlaubnis CDs verkaufe.

„Stimmt nicht“, sagt Arne Schmitt und legte Widerspruch gegen den Bußgeldbescheid über 85 Euro ein. „Ich habe die CDs gegen Spende abgegeben, wer wollte, konnte sich auch so eine CD mitnehmen.“ Der Fall landet jetzt am 11. März vor Gericht.

Seit Sommer 2015 ist die Straßenkunst wieder komplett erlaubnisfrei. Lediglich die Plätze müssen zu festen Zeiten regelmäßig gewechselt werden. Seither sind die Beschwerden zurückgegangen. Norbert Engemaier (34, Piraten) hatte dazu Akteneinsicht.

Demnach sind von August bis November nur noch 15 Beschwerden bei der Stadt eingegangen. Im gleichen Zeitraum 2014 seien es 35 gewesen.

Arne Schmitt (43) wehrt sich gegen das städtische Bußgeld.
Arne Schmitt (43) wehrt sich gegen das städtische Bußgeld.

Fotos: Thomas Türpe


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