Hintergründe rätselhaft: 20-Jähriger stirbt nach Angriff auf offener Straße

Neumünster - Noch immer gibt es kaum Informationen zu dem tödlichen Streit in Neumünster. Ein 20-Jähriger wurde am Sonntag auf offener Straße niedergestochen (TAG24 berichtete) - zu den Hintergründen halten sich die Ermittler bedeckt.

Menschen stellen Kerzen am Tatort in der Friedrichstraße auf.
Menschen stellen Kerzen am Tatort in der Friedrichstraße auf.  © Thomas Nyfeler

Die Mordkommission Kiel unterstütze die örtliche Kripo, sagte ein Polizeisprecher am Montag lediglich.

Weitere Details nannte er zunächst nicht. "Die Ermittlungen stehen erst am Anfang", hieß es lediglich. Auch zum Auslöser des Streits, beziehungsweise, ob die Beteiligten sich kannten, gibt es bislang keine Angaben.

Der junge Mann wurde kurz vor 6 Uhr in der Friedrichstraße auf Höhe der Post in Neumünster Opfer einer Gewalttat.

Der 20-Jährige starb trotz schneller notärztlicher Versorgung am Vormittag in einem Krankenhaus. Zu der Art der Verletzungen und dem oder den Tätern sowie zur Nationalität des Opfers gab es keine Angaben.

Die Kriminalpolizei sucht dringend Zeugen. Wer Hinweise geben kann, soll sich unter 0431 160 3333 oder dem Polizeiruf 110 melden.

Update, 15.40 Uhr: Weitere Details bekannt

Wie die Polizei nun mitteilte, handelt es sich bei dem Opfer um einen polnischen Staatsbürger, der seit über einem Jahr in Neumünster lebte.

Zwischen ihm und dem noch unbekannten männlichen Täter habe es eine kurze körperliche Auseinandersetzung gegeben, bei dem der 20-Jährige tödliche Stichverletzungen erlitt. Das Tatwerkzeug könne derzeit aber nicht bestimmt werden.

Der Täter soll anschließend in Richtung Bahnhof geflüchtet sein. Die Polizei hält es für möglich, dass sich der Täter bei der Tat selbst eine blutende Verletzung zugezogen haben könnte. Er wird folgendermaßen beschrieben: etwa 180 cm groß, ungefähr 30 Jahre alt, hellgraue Kapuzenjacke, dunkler Dreitagebart, südländisches Erscheinungsbild, sportliche Figur.

Die Ermittler gehen weiterhin jeder Spur nach, hieß es. Es kämen Hunde ebenso zum Einsatz, wie spezielle Kriminaltechnik, sagte ein Sprecher. Einzelheiten sollen aber auch weiter nicht bekannt gegeben werden, um sogenanntes Täterwissen für spätere Vernehmungen nutzen zu können.

"Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen. Wir werden alles tun, um diesen Fall aufzuklären", heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Titelfoto: Thomas Nyfeler


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