Ski-Alpin-Star Neureuther geht beim Heimrennen nicht an den Start

Garmisch-Partenkirchen - Felix Neureuther wird beim Riesenslalom in Garmisch-Partenkirchen am Sonntag nicht antreten.

Felix Neureuther zeigt seine Bronzemedaille nach der Weltmeisterschaft im Slalom 2017.
Felix Neureuther zeigt seine Bronzemedaille nach der Weltmeisterschaft im Slalom 2017.  © Michael Kappeler/dpa

Das entschied der Skirennfahrer am Freitag nach dem Training, wie Verbandssprecher Ralph Eder auf Anfrage sagte.

Der Alpin-Routinier hatte einen Start beim Heim-Rennen offengelassen, weil er nach seinen Verletzungen zuletzt fast nur Slalom trainiert hatte.

Durch den Verzicht ist ein Riesenslalom-Start Neureuthers bei der WM ebenfalls unwahrscheinlich. Der 34-Jährige meint, dass ein Rennen in Are ohne Wettkampfpraxis "schwierig" sei.

Felix Neureuther glaubt trotz seiner jüngsten Verletzungen an eine Chance auf Edelmetall bei der WM und will sich beim Saisonhöhepunkt voll auf den Slalom fokussieren. "Wenn jemand an drei Weltmeisterschaften nacheinander eine Medaille gewinnt, kann man bei der vierten WM auch auf ihn zählen", sagte der Skirennfahrer in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Kein Skirennfahrer aus Deutschland hat mehr WM-Medaillen gewonnen als Felix Neureuther. Nach Gold mit dem Team 2003 holte der 34 Jahre alte Vater einer Tochter im Slalom noch Silber (2013) und zweimal Bronze (2015, 2017).

WM-Slalom im Fokus: Neureuther verzichtet auf Garmisch-Riesentorlauf

Ist die Karriere als Skirennfahrer bald zu Ende? Felix Neureuther sitzt bei einem Interview an einem Tisch in München.
Ist die Karriere als Skirennfahrer bald zu Ende? Felix Neureuther sitzt bei einem Interview an einem Tisch in München.  © Maximilian Haupt/dpa

Durch die Absage am Sonntag war Neureuther womöglich vor zwei Jahren das letzte Mal als Rennfahrer in Garmisch zu sehen gewesen. Ob er nach der Saison seine Karriere beendet, will der Routinier erst im Anschluss an die Titelkämpfe in Skandinavien verkünden. "Ich glaube, ich habe einen sehr guten Plan und freu mich sehr darauf."

Für die Zukunft ruhen die Hoffnungen im Deutschen Skiverband (DSV) auf Stefan Luitz, der zu den besten Riesenslalom-Fahrern der Welt gehört.

Der Allgäuer verletzte sich zuletzt in Adelboden aber an der Schulter und konnte seitdem kein Rennen mehr bestreiten. Ob er am Sonntag in Garmisch antritt, will er kurzfristig entscheiden.

Der Weltcup-Riesenslalom wird am Sonntag um 10.30 und 13.30 Uhr in der ARD und auf Eurosport übertragen.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa


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