Mit Fäusten totgeprügelt! Lebenslange Haft für brutalen Mord an Vermieterin (†61)?

Neuruppin - Im Mordprozess um den brutalen Tod einer Frau in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht die Höchststrafe für den Angeklagten gefordert.

Mit diesen Fotos suchte die Polizei nach dem Mann.
Mit diesen Fotos suchte die Polizei nach dem Mann.  © Polizei Brandenburg

Der 40-Jährige hatte zu Prozessbeginn Anfang April gestanden, seine 61-jährige Vermieterin in blinder Wut misshandelt und getötet zu haben (TAG24 berichtete).

Weil die Frau den polizeibekannten Mann bei seiner Bewährungshelferin anschwärzen wollte, sei er ausgeflippt und habe mit Fäusten auf sie eingeprügelt, bis sie nur noch röchelte.

Dann habe er sie mit einem Gurt und einer Kette gefesselt – tags darauf wurde sie tot aufgefunden.

In ihrem Plädoyer vor dem Neuruppiner Landgericht forderte die Anklage am Montag eine lebenslange Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung, wie eine Gerichtssprecherin der DPA nach der Verhandlung sagte.

Die beiden Söhne der 61-Jährigen, die im Prozess als Nebenkläger auftreten, schlossen sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an.

Das geplante Plädoyer des Verteidigers entfiel, da er nach Gerichtsangaben gesundheitlich angeschlagen war. Sein Plädoyer und das Urteil sind nun für den 29. Mai vorgesehen.

Die langjährige Inhaberin eines Bootsverleihs am Ruppiner See war im August 2017 von Nachbarn tot auf ihrem Grundstück gefunden worden, wie TAG24 berichtete. Der Angeklagte war mit dem Auto der Ermordeten geflohen.

Titelfoto: Polizei Brandenburg


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