Hier sollen Katzen bald verboten werden

Neuseeland - Die Behörden von Omaui an der Südküste Neuseelands wollen einen drastischen Plan zum Schutz der einheimischen Arten umsetzen. Und zwar ein striktes Halteverbot von Katzen in der Wohnung.

Sind die Tage der neuseeländischen Hauskatze gezählt?
Sind die Tage der neuseeländischen Hauskatze gezählt?  © 123rf.com/profile_paisan191

Wer bereits eine Katze als Haustier hält, muss sie registrieren, chippen und sterilisieren lassen, berichtet BBC. Stirbt die Hauskatze, darf sich der Besitzer keine andere zulegen.

Die lokalen Behörden wollen damit die einheimischen Tierarten schützen. Denn nach Behördenangaben würden Hauskatzen jährlich für den Tod von Milliarden Vögeln, Lurchen und Nagetieren Schuld sein.

Peter Marra vom Vogelzugzentrum in Omaui stellt gegenüber BBC klar, dass er absolut kein Gegner von Katzen oder deren Besitzern ist: "Katzen sind wundervolle Haustiere. Aber das bedeutet nicht, dass sie ihre Umgebung verwüsten dürfen. Es ist auch nicht die Schuld der Tiere. Es ist die Schuld ihrer Besitzer. Hunden würden wir so ein Verhalten niemals erlauben. Es ist Zeit, Katzen wie Hunde zu behandeln. Sie sind Killer, das ist ihre Natur".

Die Pläne zur drastischen Reduzierung der Katzenpopulation zum Schutz des Ökosystems finden aber nicht alle Bewohner gut. Ihnen wären Gesetze lieber, wie sie seit 2015 in Australien gelten. Dort sind Katzenbesitzer verpflichtet, ihre Lieblinge nachts in ihren Häusern einzuschließen. Außerdem müssen sie kastriert werden und genug zu essen bekommen.

Doch nicht nur den Katzen hat die neuseeländische Regierung den Kampf angesagt, sondern auch weiteren Tieren. Ziel ist, bedrohte Tierarten wie den Kiwi so besser zu schützen.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, will Neuseeland bis 2050 "sämtliche eingewanderte Arten" ausrotten. Betroffen seien neben den Katzen vor allem das Opossum, Wiesel und Ratten. Ihnen will man mit Fallen, Gift und Jägern ans Fell.

Titelfoto: 123rf.com/profile_paisan191

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