Coca Cola will ins Cannabis-Geschäft einsteigen: Mit ganz speziellen Getränken

New York - Sie meinen es ernst: Der größte Getränkehersteller der Welt will tatsächlich ins Cannabis-Geschäft einsteigen und entsprechende Getränke entwickeln. Coca Cola mit Cannabis? Das sind die Fakten.

Kommt bald die Cannabis-Cola?
Kommt bald die Cannabis-Cola?  © DPA

Nach eigenen Angaben beobachtet der Branchenriese das Geschäft mit Cannabisgetränken schon eine ganze Weile. Natürlich sollen die Kunden nach dem Genuss solcher Getränke nicht high sein.

Stattdessen ist der Konzern an CBD interessiert. Dabei handelt es sich um den nicht-psychoaktiven Inhaltsstoff in Marihuana. Dieser wird gegen Schmerzen eingesetzt, entfaltet jedoch keine Rauschwirkung.

Der Soft-Drink-Hersteller soll laut "BNN Bloomberg" mit dem kanadischem Marihuana-Produzenten Aurora Cannabis in Kontakt stehen.

"Wir beobachten intensiv das Wachstum von nicht-psychoaktivem CBD als Bestandteil von funktionellen Wellnessgetränken auf der ganzen Welt", teilte Coca-Cola-Sprecher Kent Landers in einer E-Mail an Bloomberg News mit.

"Der Bereich entwickelt sich schnell. Derzeit sind noch keine Entscheidungen getroffen worden", so Landers. Zu Aurora wollte er zunächst keinen Kommentar abgeben. Trotzdem stiegen deren Aktien am Montag um bis zu 22 Prozent.

Back to the roots: Früher nutzte Cola noch das Kokablatt

So sieht ein Kokablatt aus.
So sieht ein Kokablatt aus.  © Georg Ismar/dpa

Pflanzen in Coca Cola? Ursprünglich basierte die braune Brause genau darauf. Nach Jahrzehnten könnte diese Tradition nun zurückkehren. Früher nutzte man nämlich als Zutaten das Kokablatt und die Kolanuss. Heutzutage werden diese Zutaten allerdings nicht mehr genutzt.

Coca-Cola wurde ohnehin nur durch einen Zufall von John Stith Pemberton am 8. Mai 1886 erfunden. Eigentlich schwebte ihm etwas ganz anderes vor als eine Limonade, nämlich ein Sirup, welcher Kopfschmerzen lindern sollte, wie man auf der offiziellen Website von Coca Cola nachlesen kann.

Doch, auch wenn heute weder das Kokablatt noch die Kolanuss Verwendung in dem Getränk finden, so verkündet der Getränkehersteller dennoch stolz auf seiner Website:

"Das kleine Wunder, das in Atlanta begann, begeistert die Menschen inzwischen in über 200 Ländern der Welt - und wird überall nach der gleichen Rezeptur hergestellt. John Stith Pemberton wäre stolz darauf. Denn seine geheime Formel von 1886 lebt bis heute. Nach wie vor enthält Coca-Cola nur natürliche Aromen und keine zugesetzten Konservierungsstoffe."

Ob die braune Limonade oder ein anderes Getränk des Herstellers bald Teile der Cannabis-Pflanze nutzt, bleibt noch abzuwarten.

Titelfoto: DPA


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