Ex-Serienstar jobbt im Supermarkt und wird dafür beschimpft: Dann passiert das

New York - Mit der Erfolgsserie "Bill Cosby Show" wurde Geoffrey Owens einst weltbekannt. Doch zuletzt packte er an einer Supermarktkasse den Kunden ihre Einkäufe in Tüten.

Owens hat einmal in der beliebten "Bill Cosby Show" mitgespielt.
Owens hat einmal in der beliebten "Bill Cosby Show" mitgespielt.  © Paula Lobo/ABC/AP/dpa

Dort wurde Owens erkannt und im Internet bloßgestellt. Das bedrückte den einstigen Serienstar so sehr, dass er seinen Job sogar kündigte, wie er in der US-Sendung "Good Morning America" verriet. "Ich war wirklich am Boden zerstört", gibt der 57-Jährige zu.

Mittlerweile bekommt der Schauspieler aber auch jede Menge Zuspruch. "Es ist überwältigend, auf positive Art und Weise", freut sich Owens. "Glücklicherweise habe ich mich nicht lange geschämt. Es hat wehgetan, aber dann war es wunderbar."

Bei "Good Morning America" erzählte er, dass er nach seiner Rolle als Elvin Tibideaux in der "Cosby Show" keinen Schauspieljob bekommen habe, der länger als zehn Wochen dauerte. Er unterrichtete in Yale und übernahm eine Reihe anderer Jobs in der Unterhaltungsindustrie.

Das Geld reichte aber nicht, um über die Runden zu kommen. Deshalb heuerte an der Supermarktkasse an, was auch lange kein Problem zu sein schien - bis jetzt. Doch etliche Kollegen sprangen Owens zur Seite und machten deutlich, dass es normal sei, zwischen TV-Engagements auch andere Jobs anzunehmen.

Der Schauspieler und frühere Football-Profi Terry Crews twitterte, ein ehrlicher Job sei nichts, wofür man sich schämen müsse. Er selbst habe nach der Football-Karriere geputzt - "wenn es nötig wäre, würde ich es wieder tun". Filmemacher Tyler Perry sagte, er habe großen Respekt: "Das macht einen wahren Künstler aus." Perry bot Owens direkt einen Job an.

Auch Owens selbst betonte: "Es gibt keine Arbeit, die höhergestellt ist als eine andere. Die eine mag besser bezahlt sein, bessere Sozialleistungen bieten und im Lebenslauf besser aussehen, aber sie ist nicht höhergestellt. Jede Arbeit ist wertvoll."

Der 57-Jährige hofft, mit seiner Geschichte zum Umdenken anzuregen. Eines aber will er auf gar keinen Fall: "Niemand sollte Mitleid mit mir haben. Ich hatte ein tolles Leben und eine tolle Karriere", sagt er stolz.


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