Handy vom Amazon-Chef gehackt: Was hat der saudische Scheich damit zu tun?

New York - Ist der saudische Scheich Mohammed bin Salman (34) in einen Hacker-Angriff verwickelt? Ja, wenn es nach der Einschätzung von UN-Experten geht. Nach der Cyber-Attacke auf das Telefon von Amazon-Boss Jeff Bezos (56) fordern diese nun Ermittlungen von den USA.

Ist Amazon-Gründer Jeff Bezos von Saudi-Arabien ausspioniert worden?
Ist Amazon-Gründer Jeff Bezos von Saudi-Arabien ausspioniert worden?  © Cliff Owen/AP/dpa

Das Handy von Jeff Bezos soll im Mai 2018 gehackt worden sein, wie unter anderem der Telegraph berichtet.

Pikantes Detail: Fünf Monate später wurde der kritische Journalist Jamal Khashoggi (†59) in der saudischen Botschaft in Istanbul ermordet (TAG24 berichtete). Khashoggi hatte auch für die Washington Post geschrieben, die dem Amazon-Chef gehört.

Nach dem Cyber-Angriff auf das Smartphone von Bezos gab dieser eine digitale forensische Analyse bei Sicherheitsexperten in Auftrag. Der fertige Bericht wurde nun von den Vereinten Nationen (UN) geprüft, dabei kam ein erstaunliches Ergebnis heraus.

Mohammed bin Salman - der Kronprinz, Verteidigungsminister und stellvertretende Premierminister Saudi-Arabiens - soll hinter dem Hacking-Angriff stecken.

Per WhatsApp soll der Scheich ein mit Schadsoftware verseuchtes Video an Bezos verschickt haben. Kurz darauf verschwanden wichtige und wertvolle Daten vom Handy des Amazon-Chefs.

Ob der Spionage-Vorwurf haltbar ist, soll sich nun bald schon zeigen: Die UN-Experten forderten am Mittwoch die umgehende Einleitung von Ermittlungen durch die USA.

Steckt Kronprinz Mohammed bin Salman hinter dem Hacker-Angriff?
Steckt Kronprinz Mohammed bin Salman hinter dem Hacker-Angriff?  © -/Saudi Press Agency/dpa

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