Politisches Statement? Damit sorgte Billy Joel beim Konzert für Aufsehen

Einziges Deutschland-Konzert 2016: Die Fans hierzulande können Billy Joel nur selten erleben - so wie hier, beim Konzert in Frankfurt am Main in der Comerzbank-Arena vor mehr als 30.000 Zuschauern.
Einziges Deutschland-Konzert 2016: Die Fans hierzulande können Billy Joel nur selten erleben - so wie hier, beim Konzert in Frankfurt am Main in der Comerzbank-Arena vor mehr als 30.000 Zuschauern.  © Boris Roessler/dpa

New York - US-Sänger und Pianist Billy Joel (68) hat bei einem Konzert mit einem gelben Judenstern auf zunehmende Gewalt durch Neonazis und andere rechtsextreme Gruppen aufmerksam gemacht.

Joel trug das Stoffabzeichen in Form eines Davidsterns beim Konzert im New Yorker Madison Square Garden am Montagabend (Ortszeit) am Revers sowie auf der Rückseite seines Jacketts.

Dieses Symbol mussten Juden zur Zwangskennzeichnung im deutschen Nationalsozialismus tragen. Joel ist Sohn jüdischer Eltern und beschreibt sich als Anhänger der jüdischen Kultur. Sein in Nürnberg geborener Vater floh mit gefälschtem Pass vor den Nazis über die Schweiz, Großbritannien und Kuba in die USA.

Joel hatte zuletzt noch erklärt, sich lieber aus politischen Themen herauszuhalten. "Ich bin ein Privatbürger und habe ein Recht auf meine eigenen politischen Ansichten. Aber ich versuche, den Menschen nicht in Sonntagsreden zu sagen, was ich denke", erklärte er dem "Rolling Stone"-Magazin im Juni.

Womöglich hatten ihn die jüngsten Ereignisse in Charlottesville (Virginia) umgestimmt. Dort war am 12. August bei einer Rassistendemo bei Ausschreitungen eine Frau ums Leben gekommen, als ein mutmaßlich Rechtsextremer sein Auto in eine Menschenmenge steuerte (TAG24 berichtete).

Wollte der Künstler ein Zeichen gegen die zunehmende rechte Gewalt setzen?
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Titelfoto: Boris Roessler/dpa


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