Weil sie ihre Periode hatte: Arbeitgeber feuert Mitarbeiterin

Das Wechseln hätte nur ein paar Minuten gedauert.
Das Wechseln hätte nur ein paar Minuten gedauert.  © 123rf.com/nobilior

New York - Der Automobilhersteller "Hyundai" hat angeblich ein Model gefeuert. Grund: Die junge Frau hatte ihre Periode. Jetzt hat sie Beschwerde eingereicht.

Rachel Rickert (27) wurde für die "New York International Auto Show" als Markenbotschafterin für Hyundai gebucht. Ausgerecht in diesen Zeitraum fiel ihre Menstruation. Eigentlich kein Problem, Millionen andere Frauen gehen auch trotz Periode arbeiten.

Doch dann passierte ein Malheur, das vermeidbar gewesen wäre: Als Rachel ihren Tampon wechseln wollte, sagte ihre direkte Vorgesetzte, Erika Seifred, es sei gerade zu viel los - und deshalb keine Zeit, kurz auf der Toilette zu verschwinden. Es kam, was kommen musste: Die Unterhose und Strumpfhose der jungen Frau wurden beschmutzt, sie musste sie wechseln.

Ordnungsgemäß teilte sie das ihrer Chefin mit. Die meinte nur, Rachel solle sich den Abend freinehmen. Das sei auch in Hyundais Sinne. Doch das Model meinte, sie fühle sich sehr gut, habe keine Beschwerden und sei fit, so lange zu bleiben, wie sie gebucht wurde.

Immerhin wurde sie pro Stunde bezahlt. Also blieb sie und erschien auch am nächsten Tag wieder, um ihren Job zu machen.

Das hübsche Model wurde wegen einer natürlichen Sache gefeuert.
Das hübsche Model wurde wegen einer natürlichen Sache gefeuert.

Doch am dritten Tag bekam Rachel einen Anruf von Erika Seifred, die ihr kündigte. Angeblich wollte Hyundai sie nicht mehr dabei haben, die Verantwortlichen hätten von ihrer Periode erfahren. Das berichten unter anderem die "New York Post" und "Fox News".

"Ich war komplett überrumpelt und total verärgert, habe angefangen, zu weinen und dachte mir 'Was? Das ist nicht richtig!'" sagte Rachel Rickert der "BBC".

Bei der U.S. Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) hat sie deshalb Beschwerde eingereicht. Die Behörde ist für Diskriminierungen am Arbeitsplatz zuständig.

Hyundai selbst weist die Diskriminierung zurück und rudert gegen: Die Behauptungen seinen alle falsch.

In einem Statement heißt es: "Wir haben den Vorfall untersucht. Rachel Rickert wurde als Brand Ambassador entlassen, weil sie keine gute Arbeit geleistet hat. Sie wurde von einem Drittanbieter angestellt und hat unser Unternehmen nicht im gewünschten Ausmaß repräsentiert."

Titelfoto: 123rf.com/nobilior


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