Nextbike bestellt bei "Mifa" 40.000 Fahrräder

Leipzig - Wirtschaftshilfe Ost zu Ost: Der Leipziger Mietrad-Pionier Nextbike hat bei der Sachsenring-Manufaktur 40. 000 Fahrräder bestellt. Für das frühere Mifa-Werk ist der Auftrag die Chance, nach drei Pleiten neu durchzustarten.

Nextbike-Chef Ralf Kalupner (44) orderte jetzt 40 .000 neue Fahrräder bei der Sachsenring Manufaktur, der alten Mifa-Schmiede.
Nextbike-Chef Ralf Kalupner (44) orderte jetzt 40 .000 neue Fahrräder bei der Sachsenring Manufaktur, der alten Mifa-Schmiede.  © Wolfgang Zeyen

In nunmehr 26 Ländern betreiben die Leipziger Radverleiher Stützpunkte. Die Mieträder der Sachsen stehen in aktuell 200 Städten. Und es werden immer mehr.

"Die Nachfrage für unsere Bike-Sharing-Systeme ist immens - unsere Auftragsbücher sind randvoll", berichtet Ralf Kalupner (44), Gründer von Nextbike.

Für die neuen Standorte, unter anderem in Polen, Großbritannien und auf Gran Canaria, haben die Leipziger nun beim ehemaligen Mifa-Werk in Sangerhausen die große Jahresorder abgegeben.

Nach der Insolvenz im Jahr 2017 versuchen die Radschrauber vom Südharz nunmehr den vierten Neustart. Und zwar unter ursächsischem Markennamen, den der neue Mifa-Investor Stefan Zubcic (49) aus Zwickau mitbrachte. Dort hatte der Coburger Manager zuvor das einstige Trabant-Werk zu Grabe getragen.

Die Rahmen der neuen Nextbike-Räder kommen aus Taiwan, der Rest wird in Sangerhausen zusammengeschraubt. Auch E-Bikes sollen für den Verleih gebaut werden. Zum finanziellen Volumen des Großauftrages machten beide Partner keine Angaben.

Mehr zum Thema Leipzig Wirtschaft:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0