PSG-Sportdirektor über schwänzenden Neymar: "Er kann gehen"

Paris - PSG Sportdirektor Leonardo hat vom 222-Millionen-Einkauf offenbar die Nase voll. Neymar war am gestrigen Montag unentschuldigt dem Trainingsauftakt der Tuchel-Truppe ferngeblieben.

Neymar möchte sich wohl aus der Stadt der Liebe streiken.
Neymar möchte sich wohl aus der Stadt der Liebe streiken.  © Michel Euler/AP/dpa

Im Sommer 2017 kam es einst zum bis dato spektakulärsten Wechsel der Fußball-Geschichte. Der brasilianische Superstar wechselte für die astronomische Summe von 222 Millionen Euro vom Messi-Klub FC Barcelona zu Paris Saint Germain in die Ligue 1.

Zwei Jahre und diverse Exzesse später, scheint die Lust beim 27-Jährigen auf den französischen Hauptstadt-Klub nun gänzlich verflogen zu sein.

Nachdem in den letzten Monaten Gerüchte zu einer möglichen Barca-Rückkehr immer lauter wurden und Neymar diese zum Teil auch noch befeuerte, scheint es nun zu einer Schlammschlacht zu kommen.

Mittlerweile probates Mittel für abwanderungswillige Stars: Streik!

Wie PSG in einer Pressemitteilung verkündete, geschah das fernbleiben Neymars "Ohne Erlaubnis des Klubs". Neymar selber schweigt, ließ nur über seinen Vater und gleichzeigen Berater in der AS verlauten, dass sein Spross erst am 15. Juli ins Training einsteigen werde. Grund hierfür wäre "dem Verein bekannt, da sein Terminkalender seit über einem Jahr steht" und der Verein dies auch "absegnete".

Leonardo hingegen stellte klar: "Er wusste, dass er hätte da sein müssen!"

"Neymar kann gehen"

Neymar im April auf der Bank nach dem verlorenem Pokal-Finale gegen Stade Rennes.
Neymar im April auf der Bank nach dem verlorenem Pokal-Finale gegen Stade Rennes.  © Thibault Camus/AP/dpa

Leonardo wäre Neymar hingegen für einen von ihm angestrebten Wechsel nicht böse. "Neymar kann PSG verlassen, wenn es ein passendes Angebot für alle gibt", so der Sportdirektor und legte in der "le Parisien" nach: "Bisher wissen wir nicht, ob und zu welchem Preis irgendjemand ein Angebot abgeben möchte".

Und Barcelona? Interesse an einer Rückhol-Aktion ist durchaus vorhanden. Jedoch ist das primäre Ziel die Verpflichtung von Atletico-Stürmer Antoine Griezmann. Diese stockt seit Wochen, wie TAG24 berichtete sind die Fronten zwischen beiden Klubs äußerst verhärtet.

Ein Wechsel Neymars wäre obendrein finanziell wohl kaum stemmbar für die Katalanen. Schwer vorstellbar, dass die Franzosen Neymar für deutlich weniger ziehen lassen würden, als für die von ihnen bezahlten 222 Millionen Euro.

Eine lose Anfrage wäre wohl beim Scheich-Klub eingegangen, doch geht man in Barcelona selbst nicht unbedingt davon aus, Neymar in diesem Sommer tatsächlich zurückholen zu können.

Das Arbeitspapier des Brasilianers bei Paris läuft noch bis zum 30. Juni 2022.

PSG-Sportdirektor Leonardo 2011.
PSG-Sportdirektor Leonardo 2011.  © EPA/MIKE PALAZZOTTO

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