Tragische Fußball-Karriere mit Happy-End: Größtes Ex-"Kindertalent" spielt jetzt bei…!

Brieselang - Von Karriere-Träumen, gescheiterten Hoffnungen und einer Vermisstenanzeige - Die tragische Geschichte des einst berühmtesten 13-Jährigen findet nach einer kuriosen Reise durch Fußball-Deutschland ein romantisches Kapitel in der Brandenburger Provinz.

Nico Franke spielte für die TSG Hoffenheim und für RB Leipzig. (Archivbild)
Nico Franke spielte für die TSG Hoffenheim und für RB Leipzig. (Archivbild)

Als der Name "Nico Franke" erstmals die Headlines bundesweiten Gazetten zierte, sorgte sein umstrittener Wechsel von Tennis Borussia zur TSG Hoffenheim für gespaltene Meinungen.

Das damals 13-jährige Supertalent wollte sich beim Bundesligisten den Traum jedes fußballspielendes Kindes erfüllen.

Nachdem über Umwege vorerst der Karriere-Sprung ins Profitum nicht gelang, kam es zum tragischen Tiefpunkt seines noch jungen Lebens.

Nun sorgte er mit seinem sportlichen Comeback bei einem Brandenburger Sechstligisten wieder für positive Meldungen.

TAG24 erklärt, warum der verpasste Sprung ins Profitum, dennoch als Happy-End betitelt werden sollte.

Der damals 13-jährige Nachwuchskicker galt als einer der größten Talente Deutschlands und sollte beim Bundesligisten den steinigen, harten Weg ins Profigeschäft gehen.

Schon vor seiner ersten Auftritte im TSG-Trikot zerrissen sich die Medien, Vereine und Verantwortlichen über die wohl üblen Umstände des berühmtesten "Kinder-Transfers". Der Vorwurf: Hoffenheim soll besonders aggressiv um die Dienste des damals 13-Jährigen geworben haben.

Die TSG brachten diese hartnäckigen Schlagzeilen in Erklärungsnot. "Er war umworben von Bayern, Werder und HSV. Es stimmt nicht, dass wir da besonders aggressiv um einen Nachwuchsspieler bemüht waren", erklärte Alexander Rosen, damals Leiter des Nachwuchszentrums der Nordbadener.

Frankes fußballerische Reise durch Deutschland mündet in der Brandenburger Provinz

Mit diesem Bild suchte die Familie nach Nico Franke.
Mit diesem Bild suchte die Familie nach Nico Franke.  © Screenshot Facebook

Nach gut 16 Monaten in Baden-Württemberg ging die Reise gen Osten weiter.

RB Leipzig sicherte sich die Dienste der Sturm-Hoffnung. Franke machte 21 Spiele für die U17 in der B-Junioren-Bundesliga und eine Partie in der A-Junioren-Bundesliga des damaligen Zweitligisten.

Trotz der Einsätze geriet der Entwicklungs-Motor ins Stocken, sodass er sich für einen Wechsel in seine Heimatstadt entschied.

Bei Viktoria 1889 konnte er die gewünschte Leistungssteigerung nicht umsetzen. Langsam entwickelten sich große Zweifel an einem möglichen Sprung ins Profigeschäft.

Nach nur anderthalb Jahren bei den Himmelblauen hörte Franke erst mit dem Fußballspielen auf, um nach nur kurzer Zeit den erneuten Versuch im Westen der Republik zu starten.

Nächstes Etappen-Ziel seiner Deutschland-Reise - der MSV Duisburg. Bei den Zebras reichte es auch nur für zwei Kurzeinsätze in der A-Jugend Bundesliga West.

Mit dem Scheitern im Ruhrpott endete schließlich sein Traum vom Profifußball in der Vereinslosigkeit. Es wurde vorerst ruhig um die einstige Sturm-Hoffnung. Doch dann kehrte die Causa-"Franke" überraschend wieder in die Schlagzeilen zurück - der nächste unerwartete Höhepunkt.

"Hey Leute , wir als Familie machen uns tierische Sorgen um Nico Franke !" Mit diesem Satz via Facebook schockte Nicos Bruder Jeremy. Eine Woche suchten Familie und Freunde nach dem vermissten Fußball-Talent (TAG24 berichtete). Nico war spurlos verschwunden, später jedoch in "keinem guten Zustand" gefunden worden.

Anscheinend hat sich das Berliner Talent nach den schrecklichen Ereignissen rehabilitiert und wieder Gefallen am Fußball gefunden, denn zukünftig schnürt Franke wieder die Stollenschuhe. Der in Liga sechs beheimatete Verein, Grün-Weiß Brieselang, verpflichtete den 20-jährigen. Es bleibt zu hoffen, dass er in der Brandenburger Provinz wieder zu seinem fußballerischen Glück findet und die tragischen Tage mit einem Happy End ad acta legen kann.

Letztlich ist Nico Franke nur ein Junge, der aufgrund seines überdurchschnittlichen Talents den enormen Druck im Jugendfußball kennenlernte. Message dieser tragischen Geschichte mit Happy-End - Es gibt wahrlich Wichtigeres als Fußball!

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