Nach Insolvenz-Schock: Wird der Rilo jetzt zur Lagerhalle?

Müssen sich Schuppen-Fans bald eine neue Disko suchen?
Müssen sich Schuppen-Fans bald eine neue Disko suchen?

Bielefeld - Es traf viele Feierwütige wie ein Schlag: Mitte Mai meldete der Ringlokschuppen in Bielefeld Insolvenz an (TAG24 berichtete). Aber was wird jetzt aus der Disko?

Dass auch weiterhin Partys in dem Gebäude an den Bahngleisen gefeiert werden, ist nicht unbedingt selbstverständlich. Zwar will der niederländische Besitzer den Schuppen behalten, allerdings besteht die Möglichkeit, dass er künftig anders genutzt wird.

"Der Ringlokschuppen steht nicht zum Verkauf. Da müsste schon ein fabelhafter Preis geboten werden", erklärte Eling Wissink, Sprecher des Investmentfonds ND Winkels II, gegenüber dem Westfalen-Blatt.

Eine vorstellbare Weiternutzung sei, das Gebäude als Lager oder Ausstellungshalle zu vermieten. Aktuell ist der Insolvenzverwalter dabei, eine langfristige Lösung für die Disko zu finden (TAG24 berichtete). Ende Mai war noch vom Verkauf die Rede, um den Rilo weiter als Disko zu nutzen.

Laut Dr. Yorck Tilman Streitbörger gäbe es durchaus einige Interessenten. Das bestätigt auch Wissink: "Aber unser Ziel ist es, neu zu vermieten."

Dass der aktuelle Betreiber den Diskobetrieb wieder aufnimmt, ist ausgeschlossen. Insgesamt sollen 700.000 Euro an Miete offen sein.

Der niederländische Besitzer hat bereits eine Räumungsklage gewonnen. Durch den Insolvenzantrag kam der Betreiber der Ringlokschuppen Bielefeld GmbH einer Räumung zuvor.

Die Vorwürfe weist der Betreiber weiterhin zurück. Demnach sei die Miete wegen einiger Mängel gemindert worden. Eine dringend benötigte Sanierung habe es nie gegeben.

Im Gegensatz zum Vermieter, der Mietschulden anprangert, redet der Betreiber von einem Guthaben in Höhe von 250.000 Euro, das er beim Vermieter hat. Weitere Gespräche zwischen Insolvenzverwalter, Betreiber und Besitzer sind geplant.


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