Babyleiche auf Feld gefunden: Wer ist die Mutter?

Am Feldrand neben der Agrargenossenschaft Niederau
fand gestern ein 17-Jähriger ein totes Neugeborenes.
Am Feldrand neben der Agrargenossenschaft Niederau fand gestern ein 17-Jähriger ein totes Neugeborenes.  © Tino Plunert

Niederau - Das war ein Schock für die Gemeinde Niederau bei Meißen: Auf einem Feld in dem 4000-Seelen-Ort fand ein 17-Jähriger am Donnerstag eine Baby-Leiche. Von der Mutter fehlt bislang jede Spur.

Der junge Finder ist Lehrling bei der Agrargenossenschaft Niederau e.G. "Das Baby sah er gegen 13.45 Uhr auf einem Feld des Betriebs, als er am Feldrand Betonblöcke richtete", sagte eine Mitarbeiterin der Agragenossenschaft Niederau gestern.

Wie und wann der Junge zu Tode kam, ist bislang unklar. "Eine Obduktion ergab: Das Kind war nach der Geburt noch lebensfähig", so Polizeisprecherin Jana Ulbricht gestern. Fest stehe, dass das Baby gerade neu geboren war.

Die Bewohner der Gemeinde Niederau sind geschockt: "Das ist furchtbar, wer macht so etwas?", fragt sich eine Nachbarin, die in unmittelbarer Nähe des Fundortes nahe der Kirchstraße wohnt.

"Es gibt doch immer noch andere Möglichkeiten."

Nicht weit vom Fundort verläuft die
Kirchstraße. Hatte die Mutter diesen
Weg genommen?
Nicht weit vom Fundort verläuft die Kirchstraße. Hatte die Mutter diesen Weg genommen?  © Tino Plunert

Von der Kindesmutter fehlt jede Spur. Nach der Frau wurde bereits am Donnerstagabend mit Polizeihubschraubern und Spürhunden gesucht - vergeblich.

Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft ermittelt die Polizei nun wegen Totschlags.

Oberstaatsanwalt Lorenz Haase (57): "Zunächst müssen wir dringend die Kindesmutter ermitteln. Es ist nicht auszuschließen, dass sie sich selbst in einer hilflosen Lage befindet."

Die Kriminalpolizei fragt deshalb: Wer hat etwas beobachtet oder kennt eine junge Frau, die schwanger war, jedoch kein Neugeborenes hat?

Hinweise werden unter der Telefonnummer 0351/4832233 angenommen.

Noch gestern
waren Kriminaltechniker
am
Fundort.
Noch gestern waren Kriminaltechniker am Fundort.  © Tino Plunert

Titelfoto: Tino Plunert


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