Totes Baby auf Feld bei Meißen entdeckt: Polizei fasst Mutter

Hier wurde das Neugeborene von einem Lehrling entdeckt.
Hier wurde das Neugeborene von einem Lehrling entdeckt.  © Tino Plunert

Niederau - Es war ein schrecklicher Schock für die Gemeinde Niederau in Sachsen. Anfang Dezember wurde ein totes Baby auf einem Feld gefunden (TAG24 berichtete). Von der Mutter fehlte jede Spur. Bis jetzt.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, konnten die Dresdner Mordkommission und die Staatsanwaltschaft Dresden die Mutter des Säuglings ermitteln.

Gegen die 30-Jährige wird jetzt wegen des Verdachts des Totschlages ermittelt.

In den letzten Wochen fahndete die Polizei mit Hochdruck nach der Mutter. Im Vordergrund stand dabei vor allem das Umfeld des Fundortes. Etwa 350 Personen wurden befragt, 20 Frauen gaben freiwillig eine DNA-Probe ab.

Doch letztendlich führte einer der 37 Hinweise, die bei der Dresdner Polizei eingingen, zu der 30-Jährigen. Am Montag wurde auch bei ihr eine DNA-Probe entnommen. Am Nachmittag war bereits klar: Ihre Probe stimmte mit der "vorliegenden DNA-Spur der leiblichen Mutter überein", heißt es in dem Bericht der Ermittler.

Am Dienstag wurde sie dann vorläufig festgenommen. Bei der Vernehmung legte die 30-Jährige direkt ein Geständnis ab. Daraus geht hervor, dass sie ihr Kind nicht am Fundort, dem Feld, geboren hat. Stattdessen kam das Baby in ihrem Auto, unweit des Ackers, zur Welt.

"Unversorgt soll sie das Kind in Handtücher gewickelt und unmittelbar nach der Geburt in Niederau abgelegt haben", so die Polizei. Am 7. Dezember musste dann ein junger Lehrling bei Reparatur-Arbeiten die schreckliche Entdeckung machen.

Die Polizei konnte jetzt die Mutter (30) des Kindes ermitteln.
Die Polizei konnte jetzt die Mutter (30) des Kindes ermitteln.  © Tino Plunert

Titelfoto: Tino Plunert