Rasierklingen in Lebensmitteln waren "nur" Teppichmesser-Teile

Die in dem Supermarkt gefundenen Klingen stammten von einem Teppichmesser (Symbolbild).
Die in dem Supermarkt gefundenen Klingen stammten von einem Teppichmesser (Symbolbild).  © dpa/Julian Stratenschulte, 123RF/Photomelon

Frankfurt/Niedernhausen - Die Metall-Klingen, die am Samstag in verschiedenen Lebensmitteln in einem Supermarkt in Niedernhausen gefunden wurden (TAG24 berichtete), sind entgegen ersten Meldungen anscheinend doch keine Rasierklingen.

Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf einen Polizeisprecher in Wiesbaden meldet, handelt es sich bei den gefundenen Metallteilen um abgebrochene Klingen eines Teppichmessers. Die Polizei geht demnach nicht mehr davon aus, dass es sich um einen Anschlag handelt.

Vielmehr stehe nun der Verdacht im Raum, dass "die Klingen aus Versehen abgebrochen sind, als jemand Kartons aufgeschnitten hat", so die Bild.

Eine Unachtsamkeit seitens der Mitarbeiter des Supermarktes ist demnach die wahrscheinlichste Erklärung. Die Ermittlungen werden dem Bericht zufolge dennoch weiter fortgesetzt.

Update, 18.30 Uhr: Eine Mitteilung des Polizeipräsidiums Westhessen widerspricht der Darstellung der Bild-Zeitung in Teilen.

Zwar bestätigt die Meldung, dass es sich bei den gefundenen Klingen nicht um Rasierklingen gehandelt hat. Statt dessen seien "zwei Ersatzklingen eines Cuttermessers" gefunden worden. Die Polizei schließt allerdings explizit aus, dass die Klingen "zufällig, zum Beispiel beim Öffnen der Verpackungskartons, in die Lebensmittel geraten sind".

Die Idsteiner Polizei bittet daher weiterhin die Bevölkerung um Hinweise. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0612693940 bei den Beamten melden.

Titelfoto: dpa/Julian Stratenschulte, 123RF/Photomelon


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