Niedrigwasser! "Edda" in Dresden gestrandet, doch Schubschiff soll Fracht in Tschechien abholen

Dresden - Am Terrassenufer liegt ein neues Schiff. "Edda" hat vergangene Woche am Anleger 5 - dem Stammplatz der "Leipzig", die gerade auf der Werft ist – festgemacht.

"Edda" ahoi! Steuermann Ulf Klink (58, l.) und Matrose Ricardo Harder (21) sind auf ihrem Schubschiff derzeit in Dresden zum Ausharren verdammt.
"Edda" ahoi! Steuermann Ulf Klink (58, l.) und Matrose Ricardo Harder (21) sind auf ihrem Schubschiff derzeit in Dresden zum Ausharren verdammt.  © Holm Helis

"Edda" ist nicht freiwillig hier. Der niedrige Wasserpegel der Elbe in Dresden hindert das Schubschiff aus Berlin an der Weiterfahrt nach Tschechien.

Nicht einmal 90 Zentimeter beträgt die Fahrrinnentiefe der Elbe derzeit. 135 Zentimeter aber sind notwendig, um überhaupt schippern zu können. "Wir warten hier, bis es wieder weitergeht", sagt Per Preußer (54), Geschäftsführer der Reederei Ed Line in Berlin.

Im tschechischen Lovosice liegt auf der Werft seit Juni schon ein Kasko, ein Schiffstorso, von 86 Meter Länge und 11,45 Meter Breite sowie 5,50 Meter Höhe. "Edda" soll ihn abholen und dann nach Hamburg schieben. Dafür muss die Fahrrinnentiefe dann sogar 1,50 Meter betragen.

Von der Hansestadt aus geht das zukünftige Tankschiff nach Werkendam (Niederlande). "Jeder Tag, den wir warten, kostet viel Geld", so Preußer. Er hofft deshalb, das Tschechien bald eine Welle schickt.

Die Besatzung aus Schiffsführer, Steuermann und Matrose wartet ebenfalls ungeduldig. "Regen und Schnee brauchen wir", sagt Matrose Ricardo Harder (21). Die drei Jungs überbrücken die Zeit mit Putzen und kleineren Malerarbeiten.

"Niedrigwasser der Elbe ist nichts Neues, aber das habe ich auch noch nicht erlebt", sagt Steuermann Ulf Klink (58).

Normalerweise liegt an dieser Stelle immer die "Leipzig". Die Besatzung der "Edda" hofft jetzt auf eine erlösende Welle aus Tschechien.
Normalerweise liegt an dieser Stelle immer die "Leipzig". Die Besatzung der "Edda" hofft jetzt auf eine erlösende Welle aus Tschechien.  © Holm Helis

Titelfoto: Holm Helis

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