Tierschützer hindern Jäger am Abschuss von Problem-Wolf

Nienburg/Hannover - Der zum Abschuss freigegebene Leitrüde des Rodewalder Rudels entzieht sich weiter seinen Verfolgern.

Olaf Lies (SPD), Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in Niedersachsen, beklagt Störungen beim Abschuss des Wolfes.
Olaf Lies (SPD), Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in Niedersachsen, beklagt Störungen beim Abschuss des Wolfes.  © DPA

"Die Suche läuft mit Hochdruck", sagte eine Sprecherin des zuständigen Umweltministeriums in Hannover. Minister Olaf Lies (SPD) hatte Störungen bei der Suche nach dem Tier im Landkreis Nienburg durch Wolfsschützer beklagt.

Es sei ein Unding, wenn Institutionen bei der Ausübung ihres rechtsstaatlichen Handelns gestört würden und die Ausführenden vor Ort fotografiert und dann Fotos ins Netz gestellt würden.

Das Tier mit der Kennung GW717m soll zahlreiche Nutztiere gerissen haben, darunter auch Rinder und Ponys (TAG24 berichtete). Die zunächst bis Ende Februar laufende Ausnahmegenehmigung zum Töten des Rüden wurde bis Ende März verlängert.

Die in Deutschland streng geschützten Wölfe dürfen nur im Ausnahmefall getötet werden, das ist im Bundesnaturschutzgesetz geregelt.

Nach Paragraf 45 ist ein solcher Schritt dann möglich, wenn von den Tieren eine Gefahr für den Menschen ausgeht oder erheblicher wirtschaftlicher Schaden durch die Wölfe zu erwarten ist.

Der Wolf ist nirgendwo aufzufinden.
Der Wolf ist nirgendwo aufzufinden.  © DPA

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