Nike-Schuhe für über 2700 Euro sind sofort ausverkauft: Das hat es auf sich!

New York (USA) - Ein kleines Modelabel aus New York wollte einen aktuellen Trend der Bekleidungsindustrie nutzen und eine völlig sinnlose Kollaboration erschaffen.

Der weiße Standard-Nike-AirMax-97-Schuh ist noch sehr gut zu erkennen.
Der weiße Standard-Nike-AirMax-97-Schuh ist noch sehr gut zu erkennen.  © MSCHF PR

Die Designer des Labels MSCHF aus Brooklyn in New York verfolgen die Trends und an ihnen ist nicht vorbeigegangen, dass es jüngst eine Zusammenarbeit von Adidas und Arizona Eistee gab.

Kollaborationen wie diese kosten den Kunden zum Teil wesentlich mehr Geld und haben dabei nur den Nutzen, für ein Unternehmen zu werben.

Da das nicht die einzige Zusammenarbeit ist, die es in der letzten Zeit gab und für Kunden nur wenig Sinn hatte, überlegten die Amerikaner, wie sie ein Statement setzen könnten.

"Wir wollten eine Aussage darüber machen, wie absurd die Kultur der Zusammenarbeit geworden ist", erklärt MSCHF-Chef Daniel Greenberg gegenüber der New York Post.

Somit war die Idee geboren, eine inoffizielle Kollaboration zu starten.

"Wir haben uns gefragt, wie eine Zusammenarbeit mit Jesus Christus aussehen würde", so Greenberg.

"Als Jude wusste ich nur, dass er auf dem Wasser ging", fuhr Greenberg fort.

Schuhe mit Weihwasser und Kruzifix begeistern Sammler

Eignen sich auch zum Beten: Die Nike Air Max 97 mit Weihwasser.
Eignen sich auch zum Beten: Die Nike Air Max 97 mit Weihwasser.  © MSCHF PR

Greenberg kaufte 15-20 Paar weiße Nike AirMax 97 Schuhe (UVP 180 Euro). Anschließend kontaktierte er einen Freund in Israel. Dieser sollte seinen Teil zu dem am weitesten verbreiteten Fakt, dass er über das Wasser ging, beitragen.

Dieser besorgte ihm etwas "heiliges" Wasser aus dem Jordan und ließ es gleich noch von einem Priester segnen.

Nach dem Versand in die Vereinigten Staaten färbte Greenberg das Wasser blau ein und injizierte die "heilige" Flüssigkeit in die Luftblasen der AirMax-Sohlen. Sie sind bekannt dafür, dass man wie auf Luft läuft. Nun eben auf Wasser.

Zum Schluss ergänzte er den Designer-Schuh um ein kleines Kruzifix, dass Greenberg an den Schnürsenkeln festband.

Am vergangenen Dienstagmorgen verkaufte das Modelabel dann die Schuhe über ihren Onlineshop. Ihre erste Kollaboration. Wie würde sie wohl ankommen, fragten sie sich vorher.

Ihr Plan war eigentlich, dass der Shop eine Weile bestehen solle, da es keine ernst gemeinte Aktion war und alle nur drüber sprechen sollten. Trotzdem ging der Verkauf rasend schnell zu Ende.

Mehrere Tausend Euro für Turnschuhe

Nach nur einer Minute waren die etwa 20 Paare ausverkauft. Trotz eines Preises von 3000 US-Dollar!

Um den Schuh und die Message dahinter zu verbreiten, wurden schon vor dem offiziellen Verkaufsstart bereits sechs Paare an YouTube und den Rapper A$AP Rocky verschenkt. Scheinbar kam diese Art von Werbung gut an.

Aber Sammler sollen oft bereit sein, dieses Geld spontan auszugeben. Und manchmal sogar noch mehr: So wird dieser Schuh derzeit auch für 4000 US-Dollar (etwa 3629 Euro) auf Twitter oder für 11.500 US-Dollar (umgerechnet 10.433 Euro) auf StockX weiterverkauft.

Die heiligste aller "Zusammenarbeiten" ging also ganz schnell über die Ladentheke. Über Sinn und Unsinn solcher Kollaborationen wird trotzdem diskutiert. Für die MSCHF-Designer ein voller Erfolg.

Titelfoto: MSCHF PR

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